Die italienische Reihenfolge
Eine italienische Karte folgt dem Ablauf des Essens:
- Antipasti: Wurst und Käse, Carpaccio, Parmigiana, Arancini, Burrata.
- Primi: Pasta, Risotto, Gnocchi, Suppen.
- Secondi: Fleisch und Fisch.
- Contorni: Beilagen, die man extra bestellt, falls du sie hast.
- Dolci: Tiramisu, Panna cotta, Cannoli.
- Wein und zum Schluss Espresso, Grappa oder Limoncello.
Niemand muss aus jeder Rubrik etwas bestellen, aber die Reihenfolge hilft den Gästen zu verstehen, was Vorspeise, was Hauptgericht und was Beilage ist. Lebt dein Restaurant von der Pizza, schau in den Ratgeber zur Pizzeria-Speisekarte: Dort steht etwas anderes im Mittelpunkt.
Primi: frische Pasta, getrocknete Pasta und Risotto
Sie sind das Herz der Karte:
- Unterscheide frische und getrocknete Pasta, wenn du beides hast. Ein Hinweis in der Rubrik („Frische Pasta, jeden Morgen hausgemacht“) oder ein Wort in der Beschreibung genügt.
- Die Pastasorte im Namen: Tagliatelle, Pappardelle, Spaghetti, Rigatoni. Die Gäste wählen auch nach Form.
- Die Sauce in der Beschreibung, mit zwei oder drei Hauptzutaten: „Venusmuscheln, Knoblauch, Chili und Weißwein“.
- Die Garzeit beim Risotto: Dauert es zwanzig Minuten, sag es.
Gibt es ein Pastagericht als Vorspeise oder als Hauptgericht, nimm in dieser Rubrik zwei Preisspalten: „Vorspeise“ und „Hauptgericht“.
Italienische Namen, deutsche Beschreibungen
Der italienische Name gibt Charakter, und an ihm erkennen die Gäste das Gericht: „Ossobuco alla milanese“, „Saltimbocca alla romana“. Die deutsche Beschreibung erklärt, was auf dem Teller liegt: „Kalb, Parmaschinken und Salbei“.
Vermeide halbe Übersetzungen wie „Spaghetti mit Vongole“: entweder der ganze Name auf Italienisch oder der ganze auf Deutsch. Und wenn ein Wort verwirren kann (Guanciale, ’Nduja, Cacio), erklär es in der Beschreibung mit einem vertrauten Begriff: „luftgetrocknete Schweinebacke“, „scharfe, streichfähige Salami“.
Contorni und Mittagstisch
In Italien kommen die Secondi oft allein auf den Teller, und die Beilagen bestellt man extra. Machst du es so, sag es in einem Hinweis in der Rubrik Secondi und leg eine Rubrik Contorni mit Preisen an: Patate al forno, Verdure grigliate, Insalata mista. Kommen deine Secondi schon mit Beilage, brauchst du die Rubrik nicht: Nenn die Beilage einfach in der Beschreibung.
Bietest du einen Mittagstisch an (Primo, Secondo und Dolce zum Festpreis), misch ihn nicht mit der Hauptkarte. Leg ihn auf ein eigenes A5-Blatt, mit Preis, Leistungen und Servicezeiten. Der Ratgeber zum Mittagsmenü erklärt, wie.
Allergene im italienischen Restaurant
- Gluten: Pasta, Brot, Arancini, das Mehl zum Mehlieren der Secondi und viele Dolci.
- Eier: fast jede frische Pasta, Carbonara, Tiramisu und Paniertes.
- Milch: Parmesan, Pecorino, Mozzarella, Ricotta, Butter und Sahne.
- Sellerie: das Soffritto (Zwiebel, Karotte und Sellerie) hinter Ragù, Ossobuco und vielen Fonds.
- Sulfite: der Wein in Risotto, Schmorgerichten und Saucen, dazu die Weine auf der Karte.
- Schalenfrüchte: Pistazie, Haselnuss und die Walnüsse oder Mandeln in manchen Pestos.
- Fisch und Weichtiere: Sardellen, der Thunfisch im Vitello tonnato, Venusmuscheln, Calamari, Sepia.
Sellerie ist das Allergen, das in der italienischen Küche am häufigsten vergessen wird, weil man es auf dem Teller nicht sieht. Steckt es in deinem Ragù oder deinem Fond, kennzeichne es. In Österreich trägt es übrigens den Buchstaben L.
Zur glutenfreien Pasta: Kochst du sie im selben Wasser wie die normale, ist sie nicht mehr glutenfrei. Sag das im Hinweis klar.
Tipps zum Schreiben
- Höchstens ein hervorgehobenes Gericht pro Rubrik: das Risotto der Saison oder die Spezialität des Hauses.
- Keine leeren Adjektive: „exquisit“ oder „wie bei Nonna“ sagen nichts; die Technik und die Zutat schon.
- Wenn du Brot berechnest, steht es mit Preis auf der Karte: „Brotkorb mit Olivenöl 3,50“. Ein pauschales Coperto pro Person ist in Deutschland unüblich und heikel, denn nach der Preisangabenverordnung müssen Zuschläge im Preis enthalten sein. Nichts davon darf überraschend auf der Rechnung auftauchen.
- Italienische Weine auf einer eigenen Karte, wenn du mehr als zehn hast; sind es nur wenige, auf derselben Karte, glasweise und als Flasche.
Format und Stil
- DIN A4, zweispaltig: Antipasti und Primi auf der einen Seite, Secondi und Dolci auf der anderen.
- Heft, wenn Contorni, Weine und Kaffee dazukommen.
- Schmale A4 für ein kleines Restaurant mit schmalen Tischen.
Der Stil der Vorlage ist Milano, mit Schrift wie aus einem Modemagazin und viel Kontrast, näher an einer eleganten Osteria als an einer Pizzeria. Magst du es klassisch und familiär italienisch, probier Trattoria. Mehr bei den Speisekarten-Vorlagen.
So geht’s in MenuDesign
Öffne die Vorlage für die italienische Speisekarte, füg deine Gerichte mit italienischen Namen und deutschen Beschreibungen hinzu, markiere die Allergene und lade das PDF herunter. Hast du viele Touristen, kannst du die Speisekarte übersetzen, direkt im selben Editor. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
Sollen die Gerichte italienisch oder deutsch heißen?
Der italienische Name mit deutscher Beschreibung funktioniert sehr gut: „Cacio e pepe · Pecorino romano und schwarzer Pfeffer“. Hast du viele Touristen, kannst du zusätzlich eine übersetzte Version der Karte anbieten.
Wie zeige ich, dass die Pasta frisch ist oder dass es glutenfreie Pasta gibt?
Mit einem Hinweis in der Rubrik Primi oder am Fuß der Karte. Bietest du glutenfreie Pasta an, sag auch, wie du sie kochst: in einem eigenen Topf mit frischem Wasser, oder dass sie Spuren enthalten kann.
Was ist der Unterschied zur Pizzeria-Vorlage?
Die Pizzeria-Vorlage dreht sich um Pizzen und ihre Größen. Diese hier folgt der Reihenfolge eines kompletten italienischen Essens, mit Primi aus Pasta und Risotto und Secondi mit Fleisch und Fisch.