Typische Rubriken
Das Bier steht vorn, aber das Essen muss leicht zu finden sein:
- Vom Fass: deine Stammbiere und, falls vorhanden, das Gastbier am wechselnden Hahn.
- Flaschen und Dosen: nach Sorte oder Herkunft.
- Glutenfrei und alkoholfrei: in einer eigenen Zeile oder Rubrik, leicht zu finden.
- Brotzeit und Snacks zum Teilen.
- Andere Getränke: Wein, alkoholfreie Getränke, Wasser. Mindestens eines davon darf pro Liter nicht teurer sein als das billigste alkoholische Getränk, meist dein billigstes Bier (§ 6 Gaststättengesetz).
Hast du viele Flaschen und Dosen, gruppier sie nach Sorte (Helles und Pils, Weißbier, Dunkles und Bock, Kölsch und Alt, Pale Ale und IPA, Stout und Porter, Sauerbier, belgische Biere) statt nach Marke oder Land. So wählen die meisten: „was Leichtes“, „was Herberes“, „ein Dunkles“.
Größen: 0,2 l, 0,3 l, 0,5 l
Beim Fassbier nimmst du Preisspalten mit der Größe als Beschriftung:
| 0,2 l | 0,3 l | 0,5 l | |
|---|---|---|---|
| Helles vom Fass | 2,90 | 3,90 | 5,20 |
| West Coast IPA | 3,80 | 5,20 | 7,90 |
Beispielpreise in Euro. In Deutschland gibt es keine Pflichtgrößen wie das britische Pint, aber die Gläser brauchen einen Füllstrich, und das Eichrecht erlaubt nur bestimmte Nennvolumen. Üblich sind 0,2, 0,25, 0,3, 0,33, 0,5 und 1 l: Weißbier kommt fast immer im 0,5-l-Glas, Kölsch in der 0,2-l-Stange, in Bayern die Maß mit einem Liter. In Österreich heißen die Größen Pfiff (0,2 l), Seidl (0,3 l) und Krügerl (0,5 l); in der Schweiz steht die Menge in Dezilitern, etwa die Stange mit 3 dl. Ein Probierbrett (vier Biere à 0,1 l) funktioniert als eigene Zeile.
Bei Flaschen und Dosen gehört die Größe neben den Namen, ins Mengenfeld: „0,33 l“, „0,5 l“, „0,75 l“. Ist eine große Flasche zum Teilen gedacht, sag das in der Beschreibung.
Sorte, Geschmack und Alkoholgehalt
Jedes Bier bekommt eine Zeile für den Namen und eine für die Beschreibung:
- Sorte und Noten: „Zitrusfrisch und herb“, „Karamell und Röstbrot“. Zwei oder drei Wörter, die bei der Wahl helfen.
- Alkoholgehalt, am Ende: „6,5 % vol“. Bei starken Sorten (Doppelbock, Tripel, Imperial Stout) ist er für die Gäste das Wichtigste.
- Brauerei oder Herkunft, wenn sie aus der Region kommt, unabhängig ist oder importiert wird und das etwas aussagt.
Fachbegriffe (IBU, EBC, Stammwürze, Hopfensorten) nur, wenn deine Gäste danach fragen. „Sehr herb“ ist klarer als „65 IBU“.
Das Gastbier wechselt alle paar Wochen: Ein Hinweis („Gastbier: frag an der Theke“) oder eine Tafel ist besser, als die Karte jedes Mal neu zu drucken. Und ist ein Fass leer, blende das Bier im Editor aus, ohne es zu löschen, und lade die Karte neu herunter: Wenn es wiederkommt, ist es mit seiner Beschreibung noch da.
Gluten und andere Allergene
Beim Bier sorgt Gluten für die meisten Missverständnisse:
- Fast jedes Bier enthält Gluten: Es wird aus Gerste gebraut, Weißbier und Weizen zusätzlich aus Weizen, manche Sorten mit Hafer. Markier es in jeder Zeile oder ergänze einen allgemeinen Hinweis wie in der Vorlage: „Alle unsere Biere enthalten Gluten, außer wenn anders angegeben“.
- Glutenfrei nur, wenn die Brauerei es angibt (höchstens 20 mg/kg). Gib dem Bier sein Etikett und einen gut sichtbaren Platz in der Rubrik. Auch manche Gerstenbiere werden so behandelt, dass sie unter diesem Wert liegen, und dürfen dann als glutenfrei verkauft werden.
- Alkoholfrei ist nicht glutenfrei. Ein alkoholfreies Weißbier enthält Gluten genau wie das normale.
- Manche Biere enthalten Milch: Milk Stouts und viele Pastry-Sorten, mit Laktose gebraut. Andere enthalten Früchte, Gewürze oder Nüsse.
- Gibt ein Etikett Sulfite an, markier sie auch.
In Österreich stehen die Allergene als Buchstaben A bis R auf der Karte; Gluten ist A. Beim Essen ist die gemeinsame Fritteuse die übliche Quelle für Spuren: Frittierst du Paniertes und Pommes im selben Öl, sind die Pommes nicht glutenfrei. Und der Senf zur Weißwurst oder Bratwurst wird markiert, auch wenn er extra kommt.
Tipps zum Schreiben
- Ein Format für den Alkoholgehalt: „5,0 % vol“ überall, mit oder ohne Nachkommastelle, aber durchgehend gleich.
- Von leicht nach stark in jeder Rubrik. Wer nicht weiß, was er will, fängt oben an.
- Keine vagen Portionen beim Essen: „Acht Stück“, „zum Teilen“.
- Nur ein hervorgehobenes Bier: das Hausbier oder das Saisonbier, etwa ein Märzen im Herbst oder ein Bock im Winter.
Format und Design
- DIN A4 in zwei Spalten: Fassbier auf der einen Seite, Flaschen und Essen auf der anderen.
- Schmale A4, wenn die Karte in einem schmalen Halter auf der Theke steht.
- Heft, wenn du mehr als zwanzig Flaschen hast und eine Seite pro Sorte willst.
- 16:9-Bildschirm für die Zapfhähne: Das ändert sich am häufigsten, und dorthin schauen die Gäste von der Theke aus.
Das Design der Vorlage ist Mercado, mit schmaler Schrift, Füllpunkten und Preisen auf roten Schildern, wie eine Tafel auf dem Fischmarkt. Pub, Barra, Cartel und Constructivo passen auch zu Bierlokalen. Mehr Ideen in den Speisekarten-Vorlagen.
In MenuDesign erstellen
Öffne die Vorlage für die Bierkarte, trag deine Biere mit Sorte und Alkoholgehalt ein, prüf die Spalten für die Größen und markier die Allergene. Lade das PDF für die Tische und die Bildschirmversion für über den Zapfhähnen herunter. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
Was sollte ich zu jedem Bier angeben?
Name, Sorte, ein oder zwei Geschmacksnoten und den Alkoholgehalt in % vol. Die Menge steht in der Spaltenbeschriftung (0,2 l, 0,3 l, 0,5 l) oder bei Flaschen und Dosen neben dem Namen (0,33 l, 0,5 l).
Ist alkoholfreies Bier für Menschen mit Zöliakie geeignet?
Nicht nur, weil es alkoholfrei ist. Es wird wie normales Bier aus Gerste oder Weizen gebraut und enthält deshalb Gluten, außer die Brauerei kennzeichnet es als glutenfrei. Markier es wie die anderen mit dem Allergen Gluten.
Sollte die Bierkarte von der Speisekarte getrennt sein?
Ab fünfzehn oder zwanzig Bieren ja. Hast du nur wenige, ist ein einziges Blatt mit Fassbier, Flaschen und Essen auf dem Tisch praktischer.