Die gute Seite des QR-Codes
- Sofort aktuell. Du änderst einen Preis, und er ist geändert.
- Kein Nachdruck bei jeder Änderung der Karte.
- Mehrere Sprachen, ohne mehr Karten zu drucken.
- Nützlich als Ergänzung: eine lange Weinkarte, ausführliche Allergeninformationen, die Tagesgerichte.
Die Schattenseite des QR-Codes
- Er hängt vom Gast ab: Akku, Datenvolumen, Empfang in deinem Lokal und ob er mit der Kamera umgehen kann.
- Nicht jeder will das. Viele ältere Gäste, und genug jüngere, bevorzugen Papier.
- Kleiner Bildschirm. Ein PDF für DIN A4 zwingt zum Zoomen und Scrollen.
- Handys auf dem Tisch, das ganze Essen über, gerade wenn man sich unterhalten sollte.
- Verschmierte oder abgelöste Aufkleber, und tote Links, wenn du Website oder Dienst wechselst.
- Weniger Gastfreundschaft. Eine Karte zu reichen gehört zum Empfang.
Die gute Seite des Papiers
- Jeder kann sie lesen, sofort und ohne von etwas abzuhängen.
- Die ganze Karte auf einen Blick, und sie geht am Tisch herum.
- Sie trägt die Persönlichkeit deines Lokals: Papier, Design, Haptik.
- Sie hilft beim Verkaufen am Tisch: Der Service kann zeigen, empfehlen und erklären.
Die Schattenseite des Papiers
- Du musst nachdrucken, wenn sich Preise oder Gerichte ändern.
- Sie nutzt sich ab und bekommt Flecken, vor allem ohne Hülle.
- Hygiene: Sie braucht eine Hülle oder Laminierung, die sich abwischen lässt.
Allergene: niemand ohne Information
In Deutschland musst du bei loser Ware über die 14 Allergene informieren (§ 4 LMIDV). Elektronische Angebote sind erlaubt, wenn sie unmittelbar und leicht zugänglich sind und am Ort darauf hingewiesen wird. Ob ein QR-Code für jeden Gast leicht zugänglich ist, ist aber fraglich: Ein Gast ohne Handy, ohne Akku oder ohne Empfang muss die Information trotzdem bekommen, schriftlich im Lokal oder vom Service. Informierst du mündlich, brauchst du eine schriftliche Dokumentation und einen gut sichtbaren Hinweis.
Am sichersten ist es, die Information immer schriftlich im Lokal zu haben (auf der gedruckten Karte oder in einer Allergenliste) und einen sichtbaren Hinweis, wie man danach fragt. In Österreich und der Schweiz gelten dieselben 14 Allergene; in Österreich darf nur geschultes Personal mündlich informieren. Im Zweifel frag die Lebensmittelüberwachung deiner Stadt oder deines Kreises.
Preise, die man sieht
In Deutschland verlangt § 13 PAngV ein Preisverzeichnis neben dem Eingang mit den wesentlichen Speisen und Getränken, damit Gäste die Preise sehen, bevor sie hereinkommen. Drinnen liegt die Karte auf dem Tisch, hängt gut lesbar aus oder wird jedem Gast vor der Bestellung vorgelegt. In Österreich legst du die Karte jedem Gast vor der Bestellung vor, und wer regelmäßig warme Speisen anbietet, hängt die Preise von außen lesbar am Eingang aus. In der Schweiz müssen Karten drinnen in genügender Zahl verfügbar sein. Bevor du das Papier abschaffst, prüf, was für dich gilt.
Unser Rat: Papier und QR-Code
- Eine gedruckte Karte auf dem Tisch, für alle.
- Der QR-Code als Ergänzung: für andere Sprachen, die vollständige Weinkarte oder ausführliche Allergeninformationen.
- Derselbe Inhalt in beiden. Änderst du einen Preis, änderst du ihn in beiden.
Mit MenuDesign pflegst du keine zwei Karten: Aus derselben Karte bekommst du das PDF zum Drucken und das PDF oder Bild für den QR-Code. Preis einmal ändern, neu exportieren.
Wenn QR-Code, dann richtig
- Ein Format fürs Handy: schmal und hoch, wie die schmale A4 oder die Story 9:16.
- Eine leichte Datei, die auch bei schwachem Empfang schnell lädt.
- Ein fester Link: Ersetz die Datei, ohne die Adresse zu ändern, dann druckst du den QR-Code nie neu.
- Ein QR-Code in ordentlicher Größe, mit gutem Kontrast, auf mehreren Handys getestet.
- Eine Zeile neben dem Code: „Speisekarte und Allergene. Lieber auf Papier? Fragen Sie einfach nach einer gedruckten Karte.“
- Gedruckte Karten bereithalten für alle, die danach fragen.
All das ist kostenlos: MenuDesign verlangt nichts für Exporte oder Formate. Lies auch Speisekarte drucken.
Häufige Fragen
Kann ich nur eine QR-Code-Karte haben?
Prüf die Regeln, die für dich gelten. In Deutschland muss neben dem Eingang ein Preisverzeichnis hängen, und die Karte muss auf dem Tisch liegen, gut lesbar aushängen oder jedem Gast vor der Bestellung vorgelegt werden. Ein QR-Code auf dem Tisch erfüllt das nicht sicher. Und die Allergeninformation muss jeder Gast bekommen, auch ohne Handy.
Wie mache ich mit MenuDesign eine QR-Code-Karte?
Exportier deine Karte als PDF oder Bild und lad sie auf deine Website oder zu einem Speicherdienst hoch. Dann erzeugst du einen QR-Code, der auf diesen Link zeigt, und druckst ihn für die Tische.
Welches Format lässt sich auf dem Handy am besten lesen?
Ein schmales Hochformat. Ein PDF in schmaler A4 oder ein Story-Bild im Format 9:16 liest sich auf dem Handy viel besser als eine zweispaltige DIN A4.
Brauche ich einen neuen QR-Code, wenn ich die Karte ändere?
Nicht, wenn der Link gleich bleibt. Ersetz die Datei auf deiner Website unter derselben Adresse, und der QR-Code funktioniert weiter.