Nach Betriebsart

Speisekarte für Foodtruck und Streetfood

Im Stehen gelesen, aus ein paar Metern Entfernung und in Eile. Die Karte eines Foodtrucks ist die kürzeste von allen, deshalb zählt jedes Wort.

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Illustration zum Ratgeber: Speisekarte für Foodtruck und Streetfood

Wenige Gerichte, gut ausgewählt

Ein Foodtruck hat eine kleine Küche, wenig Lagerplatz und Schlangen zur Stoßzeit. Die Karte muss das widerspiegeln:

  1. Hauptgerichte: höchstens vier oder fünf. Burger, Tacos, Bao, Wraps, Bowls, Currywurst: was eben deine Spezialität ist.
  2. Beilagen: Pommes und ein oder zwei andere Dinge.
  3. Kombis: Hauptgericht, Beilage und Getränk zum Festpreis.
  4. Getränke: Softdrinks, Wasser, Bier und etwas Hausgemachtes, wenn du es hast.
  5. Dessert, wenn du eines hast, das schnell rausgeht.

Nimm eine vegane oder vegetarische Option unter die Hauptgerichte. Kann auf einem Festival oder Markt eine Person aus der Gruppe nichts essen, geht die ganze Gruppe zum nächsten Stand.

Kombis und runde Preise

Kombis machen das Bestellen einfacher und erhöhen den Durchschnittsbon. Gib ihnen eine eigene Rubrik, mit dem, was dabei ist, in der Beschreibung:

  • Kombi: „Burger, Pommes und Getränk“, 13.
  • Kombi für zwei: „Zwei Burger, große Pommes und zwei Getränke“, 25.

Heb die Kombi mit dem Hervorhebungskasten hervor: Sie ist das, was die Leute bestellen sollen.

Runde Preise (3, 9, 13) lesen sich schneller, lassen sich im Kopf addieren und beschleunigen Bezahlen und Wechselgeld. Enden deine Preise auf 50 oder 90 Cent, frag dich, ob sich das wirklich lohnt.

Schreiben, damit man es von Weitem liest

  • Kurze Namen: „Pulled Pork“, „Smash Burger“, „Crispy Chicken“.
  • Eine Zeile Beschreibung, mit zwei oder drei Zutaten. Keine Absätze.
  • Keine Unterrubriken oder langen Hinweise: Was nicht auf einen Blick passt, wird nicht gelesen.
  • Der Name des Trucks, schön groß: Er ist deine Marke und das, wonach die Leute auf dem Gelände suchen.

Weil du unterwegs bist, schreib unten auf die Karte, wo man dich findet (Instagram, Website) und wie man zahlen kann: „Bar, Karte und kontaktlos“.

Allergene in einer kleinen Küche

Im Foodtruck liegt alles nah beieinander: eine Grillplatte, eine Fritteuse, eine Arbeitsfläche. Dadurch sind Spuren wahrscheinlicher als in einer großen Küche.

  • Gluten: Buns, Backteige, Wraps, Bier. Und die Fritteuse: Frittierst du paniertes Hähnchen und Pommes im selben Öl, tragen die Pommes Spuren.
  • Sesam: Viele Burger-Buns haben Sesam obendrauf.
  • Senf: Burgersoßen, Currysoße, Barbecue-Soße und Dressings.
  • Eier: Mayonnaise, Aioli und Haussoßen.
  • Soja: asiatische Soßen, Marinaden und viele gekaufte Soßen.
  • Milch: Käse, Rahmsoßen und Brioche-Buns.

Gekaufte Soßen sind die häufigste Falle: Prüf das Etikett jeder einzelnen, denn Senf, Soja und Ei tauchen da auf, wo du sie am wenigsten erwartest. Und notier gleich die Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker), die in Deutschland mit Fußnoten auf die Karte kommen. Wechselst du den Lieferanten, prüf alles noch einmal.

Eine Karte für jedes Event

Ein Sonntagsmarkt ist nicht dasselbe wie ein Festival mit Tausenden Menschen. Pass die Karte jedem Standort an:

  • Auf großen Festivals weniger Gerichte und mehr Kombis. Was am längsten dauert, fliegt raus.
  • Arbeitet das Event mit Wertmarken oder Bezahlarmbändern, sag es unten auf der Karte, damit niemand mit dem Portemonnaie in der Hand an die Ausgabe kommt.
  • Was ausverkauft ist, verschwindet von der Karte, sobald es weg ist. Im Editor kannst du ein Gericht ausblenden, ohne es zu löschen, und das Plakat in einer Minute neu herunterladen; am nächsten Tag blendest du es wieder ein.
  • Änderst du die Preise für ein Event, dupliziere zuerst deine normale Karte unter Meine Speisekarten und bearbeite die Kopie.

Die Karte ist nicht dein einziger Papierkram. In Deutschland meldest du dein Gewerbe beim Gewerbeamt an; mit wechselnden Standorten brauchst du meist eine Reisegewerbekarte. Die Lebensmittelüberwachung muss deinen Betrieb registrieren, du und dein Team braucht die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz, und auf öffentlichen Straßen und Plätzen eine Sondernutzungserlaubnis. Schenkst du Alkohol aus, brauchst du je nach Bundesland eine Gaststättenerlaubnis oder für ein einzelnes Event eine Gestattung. Die Regeln unterscheiden sich von Stadt zu Stadt: Frag bei deiner IHK oder beim Ordnungsamt nach. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln.

Format

Ein Foodtruck braucht seine Karte an mehreren Stellen:

  • DIN-A3-Plakat an der Seite des Trucks, neben der Ausgabe. Das ist die Hauptkarte: Sie wird aus der Schlange gelesen.
  • DIN A4, laminiert, auf der Theke für alle, die aus der Nähe fragen.
  • Instagram-Post oder -Story, um zu sagen, wo du stehst und was es heute gibt.
  • 16:9-Bildschirm, wenn du einen Fernseher am Truck hast.

Alles kommt aus demselben Inhalt: einen Preis einmal ändern und in jedem Format exportieren.

Design

Das Design der Vorlage ist Diner, amerikanische Fünfzigerjahre, mit Schildermaler-Schrift und Preisen auf Schildern. Memphis ist poppiger, Bloque ist reines Streetfood und Mercado sieht aus wie eine Tafel. Probier ein paar in den Speisekarten-Vorlagen aus: Das Design zu wechseln heißt nicht, etwas neu zu machen.

In MenuDesign erstellen

Öffne die Streetfood-Vorlage, trag deine Gerichte und Kombis ein, markier die Allergene und lade das A3-Plakat und das PDF für die Theke herunter. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert für das nächste Event.

Häufige Fragen

Wie viele Gerichte sollte eine Foodtruck-Karte haben?

So viele, wie du aus deiner Küche schnell und gut servieren kannst. Vier oder fünf Hauptgerichte, zwei oder drei Beilagen und Getränke sind typisch. Lässt sich die Karte nicht auf einen Blick erfassen, steht die Schlange still.

Warum runde Preise?

Sie lesen sich schneller, lassen sich im Kopf addieren und beschleunigen das Bezahlen, vor allem auf Festivals und Märkten. Aus der Schlange ist „9“ klarer als „8,90“. Die Mehrwertsteuer steckt immer schon im Preis: In Deutschland gelten seit 2026 für Speisen 7 %, ob zum Mitnehmen oder vor Ort, für Getränke 19 %.

Muss ich im Foodtruck Allergene angeben?

Ja, wie jeder Betrieb, der Essen abgibt, das nicht vorverpackt ist. Am praktischsten markierst du die Allergene auf der Karte und hängst sie gut sichtbar neben die Ausgabe. In Deutschland gehören auch die Zusatzstoffe dazu.