Übliche Rubriken
Ein Eiscafé verkauft das meiste an der Theke, mit der Karte vor dem Gast oder an der Wand dahinter. Diese Reihenfolge funktioniert am besten:
- Eis zum Bestellen: Formate und Preise (Becher, Waffel, zum Mitnehmen).
- Sorten: die Liste von heute oder dieser Saison, mit ihren Allergenen.
- Eisbecher und Spezialitäten, wenn du Spaghettieis, Bananensplit, Erdbeer- oder Nussbecher machst.
- Shakes und Eisgetränke: Milchshakes, Eiskaffee, Eisschokolade, Affogato.
- Waffeln, Crêpes und Süßes als Begleitung.
- Kaffee und Getränke, wenn du sie anbietest.
Der Trick ist, Preise und Sorten zu trennen. Der Preis hängt von der Größe ab, nicht von der Sorte, also musst du ihn nicht neben jedem Eis wiederholen. Und die Sortenliste ändert sich öfter als die Preise: Getrennt kannst du sie aktualisieren, ohne den Rest anzufassen.
Preise nach Kugel, Becher und Waffel
Nimm Preisspalten mit dem Spaltentitel oben in der Rubrik:
| 1 Kugel | 2 Kugeln | 3 Kugeln | |
|---|---|---|---|
| Becher | 2,00 | 3,80 | 5,40 |
| Waffel | 2,20 | 4,00 | 5,60 |
Beispielpreise in Euro.
- Kostet die Waffel mehr als der Becher, lass es die Tabelle zeigen, statt es an der Kasse zu erklären. In Österreich heißt die Waffel Stanitzel, in der Schweiz Cornet: Schreib das Wort, das deine Gäste benutzen.
- Eis zum Mitnehmen (500 ml, 1 Liter) kommt in eine eigene Zeile mit der Menge: „500 ml“.
- Extras stehen in einem Hinweis unter der Rubrik: „Topping +0,80 · Sahne +0,60“.
- Kostet eine Sorte mehr (etwa reine Bronte-Pistazie), sag es in ihrer Beschreibung oder im Hinweis, nicht in der Haupttabelle.
Bei Shakes genauso: zwei Spalten, „Normal“ und „Groß“, oder die Größe in ml, wenn du dir sicher bist.
Die Sortenliste
Konkrete Namen verkaufen besser als allgemeine: „Pistazie aus Sizilien“ oder „Bourbon-Vanille aus Madagaskar“ sagen mehr als „Pistazie“ oder „Vanille“. Eine Beschreibung nur, wenn sie nötig ist: „Sorbet“, „Mit Zimt und Krokant“.
Ist eine Sorte deine Spezialität oder die Neuheit der Woche, heb sie mit dem Hervorhebungskasten hervor. Höchstens eine oder zwei: Wenn alles hervorgehoben ist, fällt nichts mehr auf.
Nutze Tags für vegane Sorbets und glutenfreie Sorten, danach wird an der Theke am meisten gefragt. Wenn du die Sorten oft wechselst, lass die festen auf der Karte und kündige die saisonalen auf einer Tafel oder in einer Instagram-Story an.
Allergene im Eiscafé
Kaum ein Betrieb hat mehr Allergene pro Quadratmeter. Geh sie Sorte für Sorte durch:
- Milch: fast alle cremigen Eissorten. Fruchtsorbets enthalten sie meist nicht, aber prüf jedes Rezept.
- Eier: Eismassen mit Eigelb, Vanille nach französischer Art und Sorten wie Eierlikör, Zabaione oder mit Baiser.
- Schalenfrüchte: Pistazie, Haselnuss, Mandel, Walnuss, Krokant.
- Erdnüsse: getrennt von den Schalenfrüchten. Achte auf Erdnussbutter-Swirls und Toppings.
- Soja: Lecithin in Schokoglasuren und vielen Waffeln.
- Gluten: Waffeln, Eiswaffeln, Cookie-Sorten und die meisten knusprigen Toppings.
- Sesam: Tahini- oder Halva-Sorten und Sesamkrokant.
Dazu kommen in Deutschland die Zusatzstoffe: Ein knallblaues oder grünes Eis ist meist gefärbt und braucht den Hinweis „mit Farbstoff“, am einfachsten mit einer Ziffer und einer Fußnote. Spuren sind der heikle Teil. Ein Portionierer, der von einer Wanne zur nächsten wandert, Toppings, die über die Theke streuen, oder dasselbe Waffeleisen für alles können ein Allergen in eine Sorte übertragen, die es nicht enthält. Verarbeitest du Nüsse in derselben Küche, sag es in einem allgemeinen Hinweis, wie in der Vorlage.
Und denk daran, dass die Waffel Teil des Produkts ist. Ist die Sorte glutenfrei, die Waffel aber nicht, muss der Gast das in der Waffel-Zeile sehen. Hast du glutenfreie Waffeln, lager und serviere sie getrennt und schreib es auf die Karte.
Tipps zum Schreiben
- Wenige Wörter pro Zeile. Gelesen wird im Stehen, in der Schlange, oft mit einem Kind an der Hand.
- Preise groß und bündig. In der Größentabelle suchen die Leute sie zuerst.
- Keine seltsamen Abkürzungen: „2 Kugeln“ statt „2 Kg.“.
- Ein Preisformat für alles: Schreibst du „2,00“, misch es nicht mit „2,00 €“ in einer anderen Rubrik.
Format und Stil
- DIN A4 auf der Theke oder den Tischen auf der Terrasse, zweispaltig: Größen und Sorten auf der einen Seite, Shakes und Süßes auf der anderen.
- Plakat in DIN A3 an der Wand hinter der Theke, lesbar aus der Schlange.
- Bildschirm im 16:9-Format, wenn über der Eisvitrine ein Fernseher hängt: Er kommt aus demselben Inhalt.
- DIN A5 für kleine Tische.
Der Stil der Vorlage ist Memphis, poppig und bunt, gemacht für Eiscafés und lockere Lokale. Für ein Strandgefühl passt Chiringuito sehr gut; für ein familiäres Eiscafé probier Recreo oder Brunch. Alle Möglichkeiten findest du bei den Speisekarten-Vorlagen.
So geht’s in MenuDesign
Öffne die Vorlage für die Eiskarte, ändere Größen und Preise, füg deine Sorten hinzu und markiere ihre Allergene. Lade das PDF für die Theke herunter und aus demselben Inhalt das A3-Plakat oder das Bild für den Bildschirm. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert, für den Tag, an dem die Sorten der Woche wechseln.
Häufige Fragen
Muss ich die Allergene für jede Eissorte angeben?
Ja. Jede Sorte ist ein eigenes Produkt, und die Gäste müssen wissen, was drin ist, bevor sie bestellen. Am praktischsten ist eine Sortenliste mit markierten Allergenen, getrennt von der Tabelle mit Größen und Preisen.
Wie zeige ich Preise nach Kugel, Becher und Waffel?
Mit Preisspalten: „1 Kugel“, „2 Kugeln“ und „3 Kugeln“ als Spaltentitel und eine Zeile pro Format (Becher, Waffel). Eis zum Mitnehmen, etwa 500 ml, kommt in eine eigene Zeile mit der Menge.
Darf ich sagen, dass ein Sorbet für Menschen mit Milchallergie geeignet ist?
Nur wenn das Rezept keine Milch enthält und du Kreuzkontamination im Griff hast: ein eigener Portionierer oder einer, der zwischen den Sorten gespült wird, und eine eigene Wanne. Kannst du das nicht garantieren, sag, dass es Spuren von Milch enthalten kann.