Die Reihenfolge des Menüs
Ein Degustationsmenü ist eine Abfolge, und die Karte folgt ihr:
- Snacks oder Amuse-Bouches: jeweils ein, zwei Bissen.
- Vorspeisen, kalt und warm, von leicht zu kräftig.
- Hauptgänge: in der Regel erst Fisch, dann Fleisch.
- Pre-Dessert und Dessert.
- Petits Fours zum Kaffee.
- Begleitung, als Option.
Du kannst die Gänge in Abschnitte gruppieren, wie in der Vorlage, oder sie Zeile für Zeile ohne Überschriften auflisten. Das Erste hilft bei der Orientierung, das Zweite wirkt ruhiger. Ab zwölf Gängen verhindern Gruppen, dass die Gäste den Überblick verlieren.
Preis, was inklusive ist, und die Begleitung
In MenuDesign ist ein Degustationsmenü ein Menü zum Festpreis: Die Gerichte haben keine Preise, und der Preis steht einmal da, zusammen mit dem, was inklusive ist.
- Der Preis pro Person: „125 €“.
- Was inklusive ist: „Sauerteigbrot, stilles und sprudelndes Wasser inklusive“.
- Die Begleitung, als Option mit Preis, in einem eigenen Abschnitt: „Weinbegleitung, sechs Gläser +65 €“.
- Die Bedingungen: „Nur für den ganzen Tisch“, falls das so ist, und die späteste Startzeit, wenn du eine hast.
In Deutschland sind die Preise auf der Karte Endpreise mit Bedienung und Mehrwertsteuer: Einen Servicezuschlag kannst du nicht extra aufschlagen, das Trinkgeld bleibt freiwillig. Auch in Österreich und der Schweiz ist der Preis auf der Karte der Endpreis, in der Schweiz in CHF.
Bietest du ein kurzes und ein langes Menü an, mach zwei Versionen der Karte oder erklär klar, was sich zwischen beiden ändert. Zwei Preise im selben Block ohne Erklärung führen nur zu Fragen.
So schreibst du die Gänge
Der Name eines Gangs ist das Einzige, was die Gäste lesen, bevor der Teller kommt. Ein paar Leitlinien:
- Zwei oder drei Zutaten, durch Kommas getrennt: „Saibling, Rauchbutter, Queller“.
- Keine Verben oder Adjektive: Lass das Gericht für sich sprechen.
- Derselbe Ton für jeden Gang: Nennt einer die Technik („über Glut gegart“, „eingelegt“), sollten die anderen ihre auch andeuten.
- Die Herkunft der Produkte, wenn sie Teil der Geschichte ist: „Sylter Auster“, „Bodensee-Felchen“. In der Schweiz ist die Herkunft von Fleisch und Fisch ohnehin schriftlich anzugeben.
Setz die Saison oder das Datum oben hin: „Herbst 2026“. Das erklärt, warum die Gerichte wechseln, und zeigt dir, welche Version du druckst.
Allergene Gang für Gang
Ein Degustationsmenü besteht aus vielen kleinen Gerichten, und jedes kann ein Allergen verstecken. Die häufigsten:
- Sulfite: Weinreduktionen, Eingelegtes, Essige und die ganze Weinbegleitung.
- Krebstiere und Weichtiere: in Fonds, Ölen und Saucen, auch wenn der Gang Fleisch ist.
- Schalenfrüchte: Pralinés, Crumbles, Chips und Petits Fours.
- Milch und Eier: Butter, Emulsionen, Eis, gebeiztes Eigelb.
- Fisch: Fonds, gebeizter Fisch oder eine Sardelle zum Abschluss.
Gibst du die Allergene nur mündlich weiter, brauchst du in Deutschland eine schriftliche Dokumentation und einen deutlichen Hinweis auf der Karte (§ 4 LMIDV). Bei so vielen Gängen ist die Kennzeichnung direkt auf der Karte meist einfacher.
Am besten fragst du schon bei der Reservierung nach Allergien und erinnerst auf der Karte daran: „Bitte teilen Sie uns Allergien und Unverträglichkeiten bei der Reservierung mit.“ Viele Gänge lassen sich mit Vorlauf anpassen, kaum einer mitten im Service.
Bietest du eine vegetarische Version des Menüs an, sag es in der Fußnote und mach eine eigene Karte mit den Gängen, die sich ändern: Wer sie bestellt, will wie der Rest des Tisches wissen, was er isst.
Wenn du einen Gang änderst, prüf seine Allergene noch am selben Tag. Die Information muss zum Menü passen, das du servierst, nicht zu dem der letzten Saison.
Design
Ein Degustationsmenü verlangt Zurückhaltung: viel Weißraum, eine Spalte und nichts, was von den Gerichten ablenkt.
- Keine Preise in jeder Zeile: Der Preis steht einmal, am Ende.
- Dezente Allergen-Icons neben jedem Gang, mit Legende unten.
- Der Name des Restaurants, schlicht. Der Star ist das Menü.
Format und Stil
- DIN A4, einspaltig, zentriert und luftig: das klassische Format fürs Degustationsmenü.
- DIN A5, wenn die Karte am Tisch überreicht wird, auf einem Aufsteller oder im Umschlag.
- Heft, wenn du die Weinkarte oder eine Vorstellung des Teams dazunimmst.
Die Vorlage nutzt das Design Autor: minimalistisch, alles klein geschrieben und mit viel Weißraum. Magst du es klassischer, ist Sobremesa mit der Schrift der gehobenen Küche die andere naheliegende Wahl. Mehr findest du bei den Speisekarten-Vorlagen.
In MenuDesign erstellen
Öffne die Vorlage fürs Degustationsmenü, schreib deine Gänge, ergänze Preis, was inklusive ist, und die Begleitung, markiere die Allergene und lade das PDF herunter. Kostenlos und ohne Anmeldung: Wenn die Saison wechselt, änderst du die Gerichte und lädst es neu herunter.
Häufige Fragen
Wie zeige ich die Weinbegleitung im Degustationsmenü?
Als Option mit eigenem Preis pro Person, in einem Abschnitt am Ende oder neben dem, was das Menü enthält: „Weinbegleitung, sechs Gläser +65 €“. Bietest du eine alkoholfreie Begleitung an, führ sie ebenfalls mit Preis auf.
Muss ich die Allergene im Degustationsmenü angeben?
Du musst für jeden Gang über die Allergene informieren, wie bei jeder Karte. Weil die Gerichte mit der Saison wechseln, prüf die Allergene jedes Mal, wenn du einen Gang änderst, und frag schon bei der Reservierung nach Allergien.
Soll ich die Zahl der Gänge oder die Dauer angeben?
Das hilft sehr. Eine Zeile wie „Zwölf Gänge, etwa zweieinhalb Stunden“ bereitet die Gäste vor und vermeidet Hektik. Setz sie zu dem, was inklusive ist, oder in die Fußnote.