Formate und Druck

Speisekarte als Heft: Aufbau und Druck

A3-Bögen, in der Mitte gefaltet, ergeben ein Heft im Format A4. Es sieht aus wie aus der Druckerei, und du kannst es selbst machen, sobald du ein paar Dinge verstanden hast.

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Illustration zum Ratgeber: Speisekarte als Heft: Aufbau und Druck

Was ein Heft ist

Ein Heft besteht aus einem oder mehreren A3-Bögen im Querformat, beidseitig bedruckt, in der Mitte gefaltet und ineinandergelegt. Geschlossen hat es die Größe von DIN A4. Es hat eine Titelseite, eine Rückseite und Innenseiten, wie ein kleines Magazin.

Es ist das ideale Format für lange Karten, Karten mit integrierter Weinkarte oder Restaurants, die einen gepflegten Auftritt wollen, ohne zur Druckerei gehen zu müssen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist A3 in jedem Copyshop und jeder Druckerei Standard. Das Heft von MenuDesign ist auf A3 aufgebaut, du musst also nichts umrechnen oder skalieren lassen.

Die Seitenzahl ist immer durch vier teilbar

Jeder A3-Bogen ergibt, in der Mitte gefaltet, vier Seiten: zwei auf jeder Bogenseite. Deshalb ist die Gesamtzahl immer ein Vielfaches von vier.

A3-Bögen Seiten Typischer Aufbau
1 4 Titelseite, 2 Seiten Speisekarte, Rückseite
2 8 Titelseite, 6 Seiten Speisekarte, Rückseite
3 12 Titelseite, 10 Seiten (Speisen und Wein), Rückseite

Wenn dir eine Seite übrig bleibt, lass sie nicht leer: Nutz sie für die Geschichte des Hauses, die Dessertkarte, die offenen Weine oder die Allergeninformation.

Titelseite und Rückseite

  • Titelseite: der Name oder das Logo des Lokals und wenig mehr. Ein Untertitel wie „Herbstkarte“ oder „Seit 1974“ macht sich gut.
  • Rückseite: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Website und Social Media, der Hinweis zu Allergenen und Zusatzstoffen und, wenn du willst, „Alle Preise inkl. MwSt. und Bedienung“.

Ausschießen, ohne Fachchinesisch erklärt

Wenn du die Seiten der Reihe nach druckst (1, 2, 3, 4 …) und faltest, kommt Chaos heraus. Die Seiten müssen in einer besonderen Reihenfolge auf den Bögen stehen, damit sie gefaltet aufeinanderfolgen. Das nennt man Ausschießen.

So liegen die Seiten in einem Heft mit 8 Seiten (zwei A3-Bögen):

Bogen Bogenseite Linke Hälfte Rechte Hälfte
1 (außen) vorn 8 (Rückseite) 1 (Titelseite)
1 (außen) hinten 2 7
2 (innen) vorn 6 3
2 (innen) hinten 4 5

Achte auf das Muster: Auf jeder Bogenseite ergeben die beiden Seitenzahlen zusammen immer die Gesamtzahl plus eins (8 + 1, 2 + 7, 6 + 3, 4 + 5).

Das musst du nicht von Hand machen. MenuDesign erstellt das PDF des Hefts mit den Seiten schon in dieser Reihenfolge. Du druckst nur, faltest und legst ineinander.

Wenn du es vorher prüfen willst, nimm zwei Blatt Papier, falte sie zusammen in der Mitte und nummerier die Seiten mit Bleistift. Wenn du sie aufklappst, siehst du dieselbe Reihenfolge wie in der Tabelle.

Beidseitig, kurze Kante

  1. Papier in A3.
  2. Beidseitig, Wenden an der kurzen Kante.
  3. Originalgröße, ohne Anpassen an die Seite.
  4. Zuerst ein kompletter Test auf normalem Papier: falten, ineinanderlegen und durchblättern.

Wenn die Rückseite des Bogens auf dem Kopf steht, stell auf kurze Kante um. Wenn dein Drucker nicht beidseitig drucken kann, druck alle Vorderseiten der Bögen, dreh den Stapel um und teste mit einem einzelnen Bogen, bevor du weitermachst.

Rillen, Falzen und Binden

Rillen. Bei Papier über etwa 170 g/m² bricht der Falz, und das Weiß des Papiers schaut durch. Eine Druckerei kann es genau in der Mitte rillen (eine eingepresste Falzlinie), bevor gefaltet wird.

Falzen. Falte jeden Bogen einzeln, leg die Ecken genau aufeinander und streich mit einem Falzbein oder der Kante eines Lineals über den Falz. Dann leg die Bögen der Reihe nach ineinander.

Binden. Drei Möglichkeiten, je nach Zahl der Bögen:

  • Gar nicht: Bei einem oder zwei Bögen reicht es, sie ineinanderzulegen.
  • Rückendrahtheftung: zwei Klammern im Falz. Du brauchst einen Hefter mit langem Arm, oder du fragst die Druckerei.
  • Gummikordel: Eine Speisekartenmappe mit einem Gummiband im Rücken hält die Bögen ohne Klammern. Wenn sich Preise ändern, tauschst du einen Bogen aus, ohne den Rest anzurühren.

Wann es sich lohnt

Ein Heft sieht toll aus, hat aber seinen Preis: Jeder Bogen trägt vier Seiten, wenn du also einen Preis änderst, musst du mindestens diesen Bogen neu drucken. Es ist perfekt für stabile Saisonkarten, Weinkarten und Restaurants mit einer langen Karte. Wenn sich deine Preise jede Woche ändern, passt ein DIN A4 in einer Hülle vielleicht besser zu dir.

In MenuDesign wählst du Heft, prüfst Titel- und Rückseite und lädst das druckfertige PDF herunter. Kostenlos, wie jedes Format.

Häufige Fragen

Warum hat ein Heft immer vier, acht oder zwölf Seiten?

Weil jeder A3-Bogen, in der Mitte gefaltet, vier A4-Seiten ergibt: zwei auf jeder Bogenseite. Ein Bogen ergibt 4 Seiten, zwei ergeben 8, drei ergeben 12.

Wie drucke ich ein Heft beidseitig?

Auf A3-Papier, beidseitig, Wenden an der kurzen Kante, in Originalgröße. Wenn die Rückseite des Bogens auf dem Kopf steht, hast du die lange Kante gewählt.

Kann ich das Heft auf einem A4-Drucker drucken?

Nicht als Heft, weil jeder Bogen A3 ist. Bring das PDF in einen Copyshop oder eine Druckerei: Für sie ist das ein schneller, einfacher Auftrag.

Welches Papier nehme ich für ein Heft?

120 bis 170 g/m² für die Innenseiten. Wenn du einen dickeren Umschlag willst, ab 250 g/m², musst du ihn rillen lassen, damit er beim Falzen nicht bricht.