Was ein Mittagsmenü ist
In Spanien serviert fast jedes Restaurant mittags ein menú del día: Vorspeise, Hauptgericht, Dessert oder Kaffee, Brot und ein Getränk zu einem festen Preis. In Deutschland heißt das Angebot Mittagstisch oder Mittagsmenü: werktags ein oder zwei Tagesgerichte oder zwei bis drei Gänge, oft mit Suppe oder Salat vorweg. In Österreich ist das Mittagsmenü fest verankert, klassisch mit Suppe und Hauptspeise, oft als Menü A und Menü B. In der Schweiz heißt es Tagesmenü oder Mittagsmenü, meist mit Suppe oder Salat. Die Idee ist überall gleich: eine kleine Auswahl, schneller Service und ein Preis, auf den sich Berufstätige und Stammgäste verlassen können.
Der klassische Aufbau
Ein gut geplantes Mittagsmenü versteht man in zehn Sekunden:
- Vorspeisen: drei bis fünf zur Wahl. Kombinier eine Suppe, etwas Frisches (einen Salat, im Sommer eine kalte Suppe), ein Nudel- oder Getreidegericht und ein Gemüsegericht.
- Hauptgerichte: drei bis fünf zur Wahl. Mindestens ein Fleisch- und ein Fischgericht, wenn möglich auch ein vegetarisches.
- Dessert oder Kaffee: ein hausgemachtes Dessert, etwas Obst und etwas Leichtes.
- Was inklusive ist: Brot, ein Softdrink, ein Glas Hauswein, Kaffee oder Tee. Was immer du anbietest: Schreib es hin.
Du brauchst nicht viele Gerichte: Wenige, gut gemacht, schlagen eine lange Liste, die um Viertel nach zwölf die Küche überrollt.
Der Preis
Beim Mittagsmenü ist der Preis der Star: ein Preis, groß und gut sichtbar. Darunter eine Zeile „inklusive“, die keine Fragen offenlässt:
Zwei Gänge 15,90 € · Drei Gänge 18,90 € · Brot und Kaffee inklusive
Weitere typische Fälle:
- Aufpreise: direkt beim Gericht, mit dem Betrag gut sichtbar: „Lammkoteletts (+3 €)“.
- Zwei oder drei Gänge: Wenn du beides anbietest, zeig beide Preise zusammen, wie oben.
- Wochenendmenü: Wenn sich der Preis ändert, mach ein eigenes Menü daraus, keine Fußnote.
Was die Vorschriften sagen (und was du prüfen solltest)
- Der Endpreis. Nach der Preisangabenverordnung (§ 13 PAngV) enthalten die Preise auf der Karte die Bedienung und alle Zuschläge, dazu natürlich die Mehrwertsteuer. Seit dem 1. Januar 2026 gelten für Speisen im Restaurant 7 %, für Getränke weiter 19 %. Steckt ein Getränk im Menüpreis, musst du den Preis für die Steuer aufteilen; wie, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.
- Keine Überraschungen. Aufpreise, Brot oder ein Gedeck, das du extra berechnest, müssen vor der Bestellung sichtbar sein. Neben dem Eingang muss außerdem ein Preisverzeichnis mit den wesentlichen Speisen und Getränken hängen: Das Mittagsmenü an der Tür passt gut dazu.
- Österreich und die Schweiz. Auch dort ist der Preis auf der Karte der Endpreis, in der Schweiz in CHF. Dort muss außerdem die Herkunft von Fleisch und Fisch schriftlich angegeben werden, etwa „Kalbfleisch: Schweiz“.
- Wen du fragen kannst. Bei Fragen zur Preisangabe hilft das Ordnungs- oder Gewerbeamt deiner Stadt, bei Allergenen die Lebensmittelüberwachung. Einen Überblick gibt der Ratgeber zu den Vorschriften für die Speisekarte.
- Allergene. Deine Pflichten sind dieselben wie bei der Hauptkarte, auch wenn die Gerichte jeden Tag wechseln. Mehr dazu unter Allergene im Tagesmenü.
Das Datum
Mit Datum hängt nicht aus Versehen das Menü von gestern an der Tür, und man sieht, dass heute gekocht wird. Es kann automatisch eingesetzt werden („Dienstag, 13. Oktober“) oder dein eigener Text sein, wenn du die Woche im Voraus planst („KW 42 · 12.–16. Oktober“).
Deine Zwei-Minuten-Routine mit MenuDesign
- Öffne das Menü von gestern. Es bleibt in deinem Browser gespeichert, ganz ohne Konto.
- Tausch die Gerichte aus. Beim Tippen schlägt dir die App Gerichte vor, die du schon einmal hattest, mit den Allergenen und Kennzeichnungen, die du ihnen gegeben hast. Prüf sie, wenn sich das Rezept geändert hat.
- Das Datum wird automatisch eingesetzt. Oder du tippst dein eigenes.
- Prüf Preis, „inklusive“-Zeile und Aufpreise. Sie ändern sich selten, aber ein kurzer Blick verhindert Fehler.
- Exportier es. A5 mit zwei pro Blatt für die Tische, A4 oder ein A3-Plakat für die Tür, ein Post oder eine Story für die sozialen Medien und 16:9 für den Bildschirm im Gastraum.
Formate, die funktionieren
| Wo | Format |
|---|---|
| Auf jedem Tisch | DIN A5 oder A5 · zwei pro Blatt |
| An der Tür oder im Fenster | DIN A4 oder A3-Plakat |
| In den sozialen Medien | Post 4:5 oder Story 9:16 |
| Auf dem Bildschirm im Lokal | 16:9 |
Alle entstehen aus demselben Menü: Du schreibst es nur einmal.
Typische Fehler
- Namen, die nichts sagen: „Pfanne des Hauses“. Was ist in der Pfanne? Besser: „Rindergeschnetzeltes mit Champignons und Spätzle“.
- Die vegetarische Option vergessen, nach der immer mehr Gäste fragen.
- Das Datum von gestern, oder ein Menü ohne Datum, das seit einer Woche an der Tür hängt.
- Versteckte Aufpreise, die Gäste erst auf der Rechnung finden.
- Unleserliche Kreidetafeln, in der Eile hingekritzelt. Wenn du eine Tafel nutzt, leg zusätzlich ein gedrucktes Menü auf die Tische.
MenuDesign hat eine Vorlage für das Mittagsmenü im Design Pizarra, damit du in einer Minute startest. Kostenlos, wie alles andere. Für eine fertige Seite mit dem heutigen Datum öffne den Tagesmenü-Generator.
Häufige Fragen
Was gehört in ein Mittagsmenü?
Mindestens eine Auswahl an Vorspeisen und Hauptgerichten zu einem festen Preis, meist mit Dessert oder Kaffee. In Spanien gehören zum menú del día auch Brot und ein Getränk, in Deutschland sind Getränke meist extra. Egal, wie du es machst: Schreib direkt neben den Preis, was genau inklusive ist.
Muss „inkl. MwSt.“ auf der Karte stehen?
Nein. Nach der Preisangabenverordnung sind die Preise auf der Karte ohnehin Endpreise, also mit Mehrwertsteuer und Bedienung. Der Hinweis schadet nicht, nötig ist er nicht. Auch in Österreich und der Schweiz ist der Preis auf der Karte der Endpreis.
Wie zeige ich Aufpreise?
Direkt beim Gericht, mit dem Betrag gut sichtbar: „Rumpsteak (+4 €)“. Deine Gäste müssen ihn vor der Bestellung sehen, nicht erst auf der Rechnung.
Kann ich das Mittagsmenü in den sozialen Medien posten?
Ja. Aus demselben Menü erstellt MenuDesign ein Bild für einen Post im Format 4:5 oder eine Story im Format 9:16, fertig für Instagram, Facebook oder den WhatsApp-Status.