Was inklusive ist und für wen
Das Erste, was eine Kinderkarte klarmachen muss:
- Der Preis, groß und nur einer.
- Was inklusive ist: Hauptgericht, Dessert und Getränk, oder welche Kombination du anbietest.
- Bis zu welchem Alter: „Für Kinder bis 12 Jahre“.
- Ob es stattdessen kleinere Portionen von der Erwachsenenkarte gibt. Viele Lokale bieten außerdem einen Räuberteller an, einen leeren Teller, damit das Kind bei den Eltern mitessen kann. Schreib dazu, ob er etwas kostet.
In MenuDesign ist die Kinderkarte ein Menü zum Festpreis: Die Gerichte haben keine Preise, und der Preis steht mit dem, was inklusive ist, einmal unten. Du kannst einem Gericht einen Aufpreis geben, aber auf einer Kinderkarte lässt du das besser: Es soll keine Überraschungen geben.
Abschnitte und Zahl der Gerichte
- Vorweg (optional): Tomatensuppe, Knoblauchbrot, Gemüsesticks mit Dip.
- Hauptgerichte: Kinderschnitzel, kleiner Burger, Fischstäbchen, Nudeln.
- Desserts: eine Kugel Eis, Pudding, Joghurt, Obst.
- Getränke: Wasser, Milch, Apfelschorle oder ein Softdrink.
Drei Optionen pro Abschnitt reichen. Bei mehr braucht die Familie ewig zum Aussuchen, und die Küche muss zu viel für zu wenige Teller vorbereiten.
Nimm immer eine Option mit Gemüse und Obst bei den Desserts auf. Viele Familien suchen danach; wer nicht, lässt es einfach weg.
Portionen und Anrichten
Eine Kinderportion ist keine Erwachsenenportion auf einem kleineren Teller. Pass die Menge an das angegebene Alter an und denk daran, wie gegessen wird:
- Alles klein geschnitten oder leicht zu schneiden: Hähnchenstreifen, ein kleiner Burger, Fisch ohne Gräten.
- Saucen extra, besonders wenn sie scharf sind oder Senf enthalten.
- Beilagen, die Kinder kennen: Pommes, Kartoffelpüree, Reis, Spätzle, einfaches Gemüse.
Lässt sich ein Gericht der Erwachsenenkarte leicht anpassen (Nudeln, Spätzle, ein Braten), biete es als kleine Portion an, statt neue Gerichte zu erfinden. Das hält Küche und Bestellung einfach.
Namen, die Kinder verstehen
Die Eltern lesen die Karte, aber die Kinder wählen:
- Einfache Namen: „Nudeln mit Tomatensoße“, „Mini-Burger mit Pommes“.
- Kein Küchenvokabular: „Emulsion“, „Reduktion“ oder „Crumble“ helfen hier nicht.
- Was zu jedem Gericht dazugehört, wenn es nicht offensichtlich ist: „mit Pommes“, „mit Erbsen“.
Bei den Überschriften darfst du verspielt sein, aber hinter einem „Piratenteller“ muss klar stehen, was drauf ist: „Fischstäbchen mit Kartoffelpüree“. Die Gerichte müssen beim ersten Lesen verstanden werden.
Allergene: der heikelste Teil
Allergien gegen Milch und Eier sind bei kleinen Kindern häufig, und Familien mit einem allergischen Kind fragen immer nach. Geh jedes Gericht durch:
- Gluten: Nudeln, Spätzle, die Panade vom Schnitzel, Fischstäbchen, Burgerbrötchen.
- Eier: Panaden und Backteige, Mayonnaise, Spätzle, Pudding und manche Eissorten.
- Milch: Käsesoße, Kartoffelpüree, Eis und Milchshakes.
- Fisch: Fischstäbchen, Backfisch, Fischfrikadellen.
- Sesam: die Körner auf vielen Burgerbrötchen und auf Fladenbrot.
- Schalenfrüchte und Erdnüsse: Desserts, Nuss-Nougat-Creme, Kekse und Eis-Toppings.
Setz eine Fußnote dazu, die Familien zum Fragen einlädt: „Fragen Sie uns gern nach Alternativen ohne bestimmte Allergene.“ Und entscheide vorher, was du anpassen kannst (glutenfreie Nudeln, Hähnchen ohne Panade, Obst statt Eis), damit du bei voller Küche nicht improvisierst.
Achte auch auf Kreuzkontamination in der Fritteuse: Teilen sich die Kinder-Pommes das Öl mit Paniertem oder Backfisch, sind sie für ein Kind mit Zöliakie nicht sicher.
Tipps zum Schreiben
- Große Schrift und wenige Zeilen. Viele Kinder können schon lesen und wählen gern selbst.
- Keine Preise pro Gericht. Es gibt einen Preis, unten.
- Wasser oder Milch als Standardgetränk. Kostet Limo oder Cola extra, schreib es dazu. In Deutschland gilt außerdem das sogenannte Apfelsaftgesetz (§ 6 Gaststättengesetz): Mindestens ein alkoholfreies Getränk darf nicht teurer sein als das billigste alkoholische, gerechnet auf den Liter. In Bundesländern mit eigenem Gaststättengesetz kann die Regel anders formuliert sein.
- Bedingungen gut sichtbar: Höchstalter und ob es die Kinderkarte auch abends oder nur mittags gibt.
Format
- DIN A5 auf einem eigenen Blatt: das praktischste Format für eine Kinderkarte. Gib sie mit der Erwachsenenkarte aus oder direkt dem Kind.
- DIN A4, wenn sie in dieselbe Mappe wie deine anderen Karten soll.
- Post oder Story, um sie am Wochenende in den sozialen Medien zu bewerben.
Stil
Die Vorlage nutzt das Design Libreta, wie von Hand in ein liniertes Schulheft geschrieben: freundlich und gut lesbar. Memphis mit Pop-Farben und Formen ist eine weitere Option für ein Familienpublikum, und Recreo ist für Kinderkarten gemacht. Mehr findest du bei den Speisekarten-Vorlagen, und der Ratgeber zum Mittagsmenü erklärt den Rest: Es funktioniert genauso.
In MenuDesign erstellen
Öffne die Vorlage für die Kinderkarte, ändere Gerichte, Preis und was inklusive ist, markiere die Allergene und lade das PDF in A5 oder A4 herunter. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert.
Häufige Fragen
Was gehört auf eine Kinderkarte?
Meist ein Hauptgericht, ein Dessert und ein Getränk zum festen Preis, manchmal mit Vorspeise. Wichtig ist, dass klar dasteht, was inklusive ist und bis zu welchem Alter das Angebot gilt.
Wie viel sollte ein Kindermenü kosten?
Das hängt von deinem Lokal und deiner Erwachsenenkarte ab. Rechne die Kosten jeder möglichen Kombination aus, nicht nur der günstigsten, und setz einen Preis, der die teuerste deckt. Ist ein Getränk dabei, denk an die Mehrwertsteuer: Speisen 7 %, Getränke 19 %.
Gehört die Kinderkarte in die Hauptkarte?
Sie kann als hervorgehobener Abschnitt am Ende stehen. Auf einem eigenen A5-Blatt fällt sie aber mehr auf, du kannst sie direkt den Kindern geben, und sie konkurriert nicht mit der Erwachsenenkarte.