Wofür die Wochenkarte gut ist
Ein Tagesmenü entscheidest du jeden Morgen, eine Wochenkarte am Freitag davor. Sie lohnt sich, wenn du nach Wochentagen kochst (montags Eintopf, donnerstags Schnitzel, freitags Fisch) und Gäste hast, die wiederkommen: Büros, Werkstätten, Baustellen, Leute aus dem Viertel. In vielen Gasthäusern und Kantinen hat die Wochenkarte Tradition, samt „Freitag ist Fischtag“.
- Die Gäste planen. Sie wissen, an welchem Tag es Braten gibt und an welchem sie lieber am Schreibtisch essen.
- Du planst. Mit der Woche auf Papier ergeben sich Bestellung und Vorbereitung fast von selbst.
- Weniger Fragen. „Was gibt’s heute?“ beantwortet ein Foto, das schon an der Tür hängt und in deinen sozialen Medien steht.
Sie ersetzt das Tagesmenü nicht, sie ergänzt es. Viele Lokale hängen die Wochenkarte ins Fenster und legen trotzdem jeden Tag das gedruckte Tagesmenü auf die Tische.
Der Aufbau: ein Tag pro Spalte
Am leichtesten liest sich eine Tabelle von Montag bis Freitag, wie man sie aus Kantine und Schulmensa kennt:
- Eine Spalte pro Tag, mit dem Wochentag oben.
- Vorspeise, Hauptgericht und Dessert, jeden Tag in derselben Reihenfolge. So findet das Auge schnell, was es sucht.
- Der Preis einmal, im Kopf, mit dem, was inklusive ist.
- Hinweise unten: Essenszeiten und ob es auf Wunsch eine vegetarische Option gibt.
Auf DIN A4 quer ist jede Spalte etwa fünf Zentimeter breit. Drei oder vier Gerichte pro Tag passen gut, mit Namen von drei bis sechs Wörtern. Bietest du täglich vier Vorspeisen und vier Hauptgerichte an, wird das Blatt voll: Setz die Hauptgerichte auf die Wochenkarte und behalte die vollständige Liste für das Mittagsmenü am jeweiligen Morgen.
Kurze Namen, die jeder versteht
In einer schmalen Spalte zählt jedes Wort:
- „Backfisch“, nicht „Fangfrischer Seelachs aus der Nordsee im knusprigen Bierteig mit hausgemachter Remoulade und Gurkensalat“.
- Keine Beschreibungen. Sie passen nicht auf eine Wochenkarte und sind auch nicht nötig: Sie ist eine Liste, um sich einen Tag auszusuchen.
- Das Wesentliche zuerst: „Hähnchen-Curry“, „Schweinebraten“, „Königsberger Klopse“.
- Keine seltsamen Abkürzungen. „Blumenk. überb. m. Kä.“ liest sich schwerer als „Überbackener Blumenkohl“.
Preis, „inklusive“ und Aufpreise
Im Kopf, wie beim Tagesmenü: ein Preis und eine Zeile, die keine Fragen offenlässt:
Zwei Gänge 12,90 € · Drei Gänge 15,50 € · Kaffee oder Tee inklusive
Ändert sich der Preis an einem bestimmten Tag (der Fisch am Freitag zum Beispiel), weise in der Fußnote darauf hin oder gib beim Gericht einen Aufpreis an. Gäste müssen alles, was extra kostet, vor der Bestellung kennen; mehr dazu im Ratgeber zu den Vorschriften für die Speisekarte. Und die Preise sind immer Endpreise mit Mehrwertsteuer, in der Schweiz in CHF.
Die Daten der Woche
Eine Wochenkarte ohne Daten ist veraltet, sobald der Freitag vorbei ist. MenuDesign setzt den Zeitraum der aktuellen Woche in den Kopf, etwa „Woche vom 19. bis 23. Oktober“, oder den Text, den du selbst eingibst, zum Beispiel „KW 43“, wenn du sie vorab erstellst oder ein Feiertag in der Woche liegt.
Fällt ein Feiertag in die Woche, nimm die Spalte heraus oder schreib hinein: „Feiertag, geschlossen“. Denk daran, dass manche Feiertage nur in einigen Bundesländern oder Kantonen gelten, etwa Fronleichnam. Besser so als ein leerer Tag, der wie ein Fehler aussieht.
Allergene für jedes Gericht
Deine Pflichten sind dieselben wie bei der Hauptkarte: Du musst zu jedem Gericht über die 14 Hauptallergene informieren können, auch wenn die Gerichte täglich wechseln. In einer schmalen Spalte sind Nummern am kompaktesten; Icons erkennt man auf einen Blick. Die Legende kommt in beiden Fällen unten aufs Blatt. Kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe, etwa „mit Konservierungsstoff“, gehören ebenfalls dazu.
Pass besonders bei Gerichten auf, die mit Varianten wiederkommen: Frikadellen enthalten in einer Woche Paniermehl und Ei, in der nächsten folgen sie einem anderen Rezept. Mehr dazu unter Allergene im Tagesmenü.
Wo sie hängt und wie du sie teilst
| Wo | Wie |
|---|---|
| Fenster oder Tür | DIN A4 quer oder im Copyshop auf DIN A3 vergrößert |
| Theke oder Kasse | DIN A4 quer in einer Hülle |
| WhatsApp und soziale Medien | PNG- oder JPG-Bild, das du am Montag postest |
| Firmenkunden | PDF, das du allen mailst, die danach fragen |
MenuDesign verschickt nichts für dich: Du lädst das PDF oder das Bild herunter und teilst es über deine üblichen Kanäle.
Deine Freitagsroutine
- Dupliziere die Karte dieser Woche. Sie bleibt in deinem Browser gespeichert, ganz ohne Konto.
- Ändere die Gerichte Tag für Tag. Beim Tippen schlägt dir die App Gerichte vor, die du schon hattest, mit den Allergenen, die du markiert hast. Prüf sie, wenn du das Rezept geändert hast.
- Prüf die Daten, den Preis und die Zeile „inklusive“.
- Exportier das PDF zum Drucken und das Bild für die sozialen Medien.
In fünf Minuten steht die Woche.
Design
Die Vorlage nutzt das Design Mantel: gemütlich, warm und gut lesbar. Wenn dein Tagesmenü schon Pizarra nutzt, nimm dasselbe Design für die Wochenkarte, damit man sie als deine erkennt. Alle 50 Designs findest du in der Galerie der Speisekarten-Designs.
Mit MenuDesign erstellen
Öffne die Vorlage für die Wochenkarte, ändere den Namen deines Lokals, den Preis und die Gerichte jedes Tages, markiere die Allergene und lade das PDF in DIN A4 quer herunter. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
Was bringt es, die ganze Woche zu veröffentlichen?
Stammgäste können planen: Sie wissen, an welchem Tag es Schnitzel oder Backfisch gibt, und suchen sich ihren Tag aus. Dir hilft es bei Bestellung und Vorbereitung, und du beantwortest nicht jeden Morgen dieselbe Frage am Telefon oder per Nachricht.
Was, wenn ich an einem Tag ein Gericht ändere?
Das kommt oft vor: Der Fisch wird nicht geliefert oder etwas ist aus. Ändere das Gericht in der Karte, druck das Blatt neu und aktualisier das Bild, das du gepostet hast. Und prüf die Allergene des neuen Gerichts, sie können andere sein.
Kann ich Samstag und Sonntag dazunehmen?
Ja. Die Vorlage startet mit fünf Tagen, Montag bis Freitag, und du kannst Samstag und Sonntag ergänzen. Jeder Tag ist eine weitere Spalte, mit sieben Tagen müssen die Namen der Gerichte also kürzer sein.
Welches Papierformat nehme ich für die Wochenkarte?
DIN A4 quer, ein Tag pro Spalte. Für Tür oder Fenster lässt sich dasselbe PDF in jedem Copyshop auf A3 vergrößern, weil es dieselben Proportionen hat.