Wer ihn macht und wer ihn liest
An den meisten Schulen plant die Küche oder der Caterer den Speiseplan, oft mit Blick auf den DGE-Qualitätsstandard. Dann muss jemand (das Sekretariat, die Mensaleitung, manchmal der Förderverein) diesen Plan in ein Blatt verwandeln, das Familien verstehen. Darum geht es hier: wie du ihn präsentierst, nicht was Kinder essen sollten. Und es werden mehr Leser: Seit dem 1. August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für die erste Klassenstufe, bis 2029 wächst er auf alle Grundschulklassen. Immer mehr Kinder essen mittags in der Schule.
Wer ihn liest:
- Eltern und Erziehungsberechtigte, um zu wissen, was ihr Kind mittags hatte und was sie abends kochen.
- Familien von Kindern mit Allergien, Gericht für Gericht.
- Das Personal der Mittagsbetreuung, das ihn während der Ausgabe im Blick hat.
- Die Kinder selbst, auf der Suche nach dem Tag mit ihrem Lieblingsessen.
Was auf dem Blatt stehen muss
- Der Name der Schule und eine Überschrift: „Speiseplan Mensa“.
- Die Woche: „Woche vom 19. bis 23. Oktober“. MenuDesign setzt die aktuelle Woche ein oder den Text, den du tippst.
- Jeder Tag in einer eigenen Spalte: Hauptgericht, Beilage und Dessert, immer in derselben Reihenfolge.
- Was es jeden Tag gibt, einmal, im Kopf: „Täglich Salatbar und Wasser“.
- Die Allergene jedes Gerichts und ihre Legende, dazu kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe.
- Eine Fußnote: wie man eine Sonderkost beantragt, mit Telefonnummer oder E-Mail.
Die Woche auf einen Blick
Die Abwechslung über die Woche (Fisch, Fleisch, vegetarische Gerichte, Kartoffeln und Getreide, Obst und Gemüse, Milchprodukte) legen die Vorgaben vor Ort und die Planenden fest. Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen sieht für das Mittagessen an fünf Tagen zum Beispiel täglich Gemüse oder Salat vor, mindestens zweimal Obst, höchstens einmal Fleisch, einmal Fisch und jeden Tag ein vegetarisches Gericht. Frittiertes oder Paniertes kommt höchstens viermal in 20 Tagen auf den Teller. In Österreich findest du Empfehlungen und eine Checkliste zur Schulverpflegung beim Gesundheitsministerium, in der Schweiz, wo das Schulessen oft „Mittagstisch“ heißt, die Qualitätsstandards des BLV.
Was du bei der Präsentation tun kannst: die Abwechslung sichtbar machen.
- Namen, die sagen, was das Gericht ist: „Seelachs aus dem Ofen mit Petersilienkartoffeln“, nicht „Fisch des Tages“.
- Wie es zubereitet ist, wenn es für Familien wichtig ist: gebacken, gegrillt, paniert, geschmort.
- Die Beilage, wenn sie zum Gericht gehört: „Käseomelett mit Salat“.
- Die Tierart: „Putengeschnetzeltes“ statt „Geschnetzeltes“. Das verlangt auch der DGE-Standard, und es ist für viele Familien aus religiösen Gründen wichtig.
- Keine Fantasienamen. Eine „Wikinger-Pfanne“ mag in der Mensa lustig sein, aber zu Hause weiß niemand, was das Kind gegessen hat.
Gibt es täglich zwei Menülinien, setz sie in derselben Spalte untereinander, die gesundheitsfördernde zuerst. Mit vier Gerichten pro Tag liest sich das Blatt noch gut; mit mehr kürzt du die Namen.
Ein Hinweis fürs Abendessen
Manche Schulen ergänzen einen kurzen Hinweis mit Ideen fürs Abendessen, damit Familien den Tag ausgleichen können, ohne das Mittagessen zu wiederholen. Liefert euer Caterer so etwas, gehört es in die Fußnote: ein, zwei Zeilen, ohne das Blatt in einen Flyer zu verwandeln.
Allergene: auch in der Schulküche Pflicht
Die LMIV (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) verpflichtet alle Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung, also auch Schulmensen, über die 14 Hauptallergene in unverpackten Speisen zu informieren. Wie das in Deutschland geht, regelt § 4 LMIDV; für Zusatzstoffe wie „mit Farbstoff“ oder „mit Nitritpökelsalz“ gilt § 5 LMZDV. Der Speiseplan gehört dazu. Mehr zur Kennzeichnung im Ratgeber Allergene auf der Speisekarte.
In einem Plan mit fünf Spalten sind das die praktischsten Wege:
- Nummern neben jedem Gericht, mit Legende unten. Am kompaktesten. Kennzeichnet ihr die Zusatzstoffe schon mit Zahlen, nimm für die Allergene Icons, damit nichts durcheinandergerät.
- Icons, wenn man sie auf einen Blick erkennen soll, ebenfalls mit Legende.
- Namen, nur bei wenigen Gerichten: Sie brauchen viel Platz.
Die Allergene, die in der Schulküche am häufigsten vorkommen: Gluten in Nudeln, Brot und Paniertem; Eier in Omelett, Backteig und Pudding; Milch in Joghurt, Saucen und Käse; Fisch; und Sellerie in vielen Brühen und Saucen. Prüf immer die Datenblätter zugekaufter Produkte: Zutaten ändern sich ohne Vorwarnung.
Für Küche und Ausgabepersonal bleibt die vollständige Allergenliste das Arbeitswerkzeug.
Sonderkostformen
Neben dem Standardplan gibt es meist angepasste Pläne: glutenfrei, milchfrei, eifrei, ohne Fisch, vegetarisch oder ohne Schweinefleisch, je nach Schule. So präsentierst du sie ohne Fehler:
- Ein Blatt pro Kostform. Dupliziere den Standardplan, ändere nur die betroffenen Gerichte und schreib die Kostform in die Überschrift: „Speiseplan glutenfrei“.
- Gleiche Tage, gleiche Reihenfolge, damit die Familie beide Blätter vergleichen kann.
- Keine Namen von Schülern auf Blättern, die aushängen. Eine Allergie oder Erkrankung ist ein Gesundheitsdatum und nach der DSGVO besonders geschützt: Die Liste, welches Kind welche Kost bekommt, bleibt in Küche und Mensa.
- Prüf die Allergene jedes Ersatzgerichts. Wer Nudeln gegen Reis tauscht, nimmt das Gluten heraus, aber die Sauce oder Brühe dazu kann andere Allergene enthalten.
Wie Familien eine Sonderkost beantragen (ärztliches Attest, Formular, Fristen), regelt jede Schule oder ihr Caterer selbst: Schreib es in die Fußnote, in die Infos zur Essensanmeldung oder ins Bestellsystem.
Drucken und nach Hause schicken
- Schwarzes Brett und Mensatür: PDF in A4 quer. Größer geht es im Copyshop: Dasselbe PDF lässt sich auf A3 vergrößern.
- Familien: das PDF oder ein PNG- bzw. JPG-Bild, über die Schul-App, per E-Mail oder in die WhatsApp-Gruppe der Klasse. Die Schule verschickt ihn; MenuDesign schickt nichts von selbst.
- Mehrere Wochen: Der DGE-Standard empfiehlt einen Menüzyklus, der sich frühestens nach vier Wochen wiederholt. Veröffentlicht die Schule die Pläne im Voraus, mach ein Blatt pro Woche und schick sie zusammen.
- Andere Sprachen: MenuDesign kann unter jedem Gericht eine zweite Sprache ergänzen. Das hilft Familien, die eine andere Sprache besser lesen. Lies vorher den Ratgeber zum Übersetzen.
Design
Die Vorlage nutzt das Design Libreta, wie von Hand in ein Schulheft geschrieben: freundlich und sehr gut lesbar. Möchte die Schule es ruhiger, ist Nórdico klar und unaufgeregt. Vermeide dunkle Hintergründe und sehr verschnörkelte Schriften: Das Blatt wird oft in Schwarz-Weiß gedruckt und auf kleinen Bildschirmen gelesen.
Mit MenuDesign erstellen
Öffne die Vorlage für den Schulspeiseplan, ändere den Namen der Schule und die Gerichte jedes Tages, markiere die Allergene und lade das PDF in A4 quer oder das Bild zum Verschicken herunter. Für jede Kostform duplizierst du den Plan und passt die Gerichte an. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert.
Häufige Fragen
Müssen Allergene auf den Schulspeiseplan?
Die Information muss vorliegen. Schulmensen sind Gemeinschaftsverpflegung im Sinne der LMIV und müssen über die 14 Hauptallergene und kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe informieren. Am klarsten für die Familien ist die Kennzeichnung direkt im Plan, mit Legende. Eine rein mündliche Auskunft ist zwar möglich, bei vielen Kindern in kurzer Zeit aber kaum praktikabel.
Wie oft muss es Fisch, Obst oder Gemüse geben?
Das legen die Vorgaben vor Ort fest, und wer den Speiseplan plant, prüft es. In Deutschland ist der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen der Maßstab, in einigen Bundesländern ganz oder teilweise verbindlich. Österreich und die Schweiz haben eigene Empfehlungen. MenuDesign prüft keine Nährwerte: Es hilft dir, den Plan klar zu präsentieren.
Wie mache ich glutenfreie, milchfreie oder eifreie Pläne?
Dupliziere den Standardplan, ändere die betroffenen Gerichte, prüf ihre Allergene und schreib die Kostform in die Überschrift: „Speiseplan glutenfrei“. Ein Blatt pro Kostform, damit niemand Sternchen entschlüsseln muss.
Kann ich ihn per WhatsApp oder über die Schul-App verschicken?
Ja. Lade das PDF oder ein PNG- bzw. JPG-Bild herunter und schick es über den Kanal, den die Schule nutzt. MenuDesign verschickt nichts für dich: Du teilst es selbst, wie jede andere Datei.