Tages- und Wochenmenüs

Wochenspeiseplan für Kita und Krippe

In der Kita wollen Eltern wissen, was ihr Kind gegessen hat, was es morgen gibt und ob etwas dabei ist, das es noch nicht probiert hat. Ein klares Blatt pro Woche beantwortet das alles.

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Illustration zum Ratgeber: Wochenspeiseplan für Kita und Krippe

Eltern, die jede Zeile lesen

Bei Babys und Kleinkindern ist der Speiseplan keine Formalität. Familien schauen hinein, um:

  • zu wissen, was ihr Kind gegessen hat, und wie viel, ergänzend zu dem, was die Bezugserzieherin erzählt.
  • das Abendessen zu planen, ohne das Mittagessen zu wiederholen.
  • zu sehen, welche Lebensmittel vorkommen, besonders wenn ihr Kind sie noch nicht probiert hat oder eine Allergie hat.

Deshalb sollte der Plan vor Wochenbeginn da sein und keine Fragen offenlassen. Der DGE-Qualitätsstandard für Kitas verlangt genau das: einen Speiseplan, der vorab, regelmäßig und barrierefrei zugänglich ist, als Aushang oder online.

Was aufs Blatt gehört

  • Der Name der Kita und eine Überschrift: „Unser Speiseplan“.
  • Die Woche: „Woche vom 19. bis 23. Oktober“. MenuDesign setzt die aktuelle Woche ein oder den Text, den du tippst.
  • Eine Spalte pro Tag, mit Mittagessen, Dessert und Snack in derselben Reihenfolge.
  • Was es jeden Tag gibt, einmal: „Wasser und ungesüßter Tee“.
  • Die Allergene jedes Gerichts, mit Legende.
  • Der Nachmittagssnack und Hinweise, in der Fußnote.

Einfaches Essen, einfache Namen

In der Kita ist das Essen einfach, und die Namen sollten es auch sein:

  • Sag, was drin ist: „Kürbissuppe“ sagt den Eltern mehr als „Gemüsesuppe“. Wechselt der Brei jede Woche, nenn das Hauptgemüse.
  • Nenn Fisch und Fleisch beim Namen: „Lachs mit Kartoffeln“, „Hähnchen mit Möhren“. Auch der DGE-Standard verlangt, die Tierart anzugeben.
  • Keine Fantasienamen. Die Kinder lesen den Plan nicht, ihre Eltern schon, und sie wollen wissen, was jedes Gericht ist. Hinter einer „Wikinger-Pfanne“ kann sich alles verbergen.
  • Kurze Namen. Auf A4 quer hat jeder Tag eine schmale Spalte: Zwei bis fünf Wörter pro Gericht sind ideal.

Welche Lebensmittel wie oft auf den Plan kommen, entscheiden die Vorgaben vor Ort und wer eure Speisen plant, bei Bedarf mit dem Rat der Kinderärztin oder des Kinderarztes. In Deutschland ist der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas der Maßstab: Für das Mittagessen an fünf Tagen sieht er zum Beispiel täglich Gemüse vor, mindestens zweimal Obst, höchstens einmal Fleisch und einmal Fisch. In Österreich gibt es den Qualitätsstandard für die Verpflegung im Kindergarten des Gesundheitsministeriums, in der Schweiz die Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsgastronomie des BLV. Der Speiseplan muss das nur gut erzählen.

Babys und Kleinkinder: andere Konsistenzen

In derselben Kita essen Kinder, die gerade mit der Beikost anfangen, neben Dreijährigen, die fast wie zu Hause essen. Es gibt zwei Wege, das zu zeigen:

  • Ein Plan, wenn die Gerichte gleich sind und sich nur die Konsistenz ändert (püriert, zerdrückt, klein geschnitten). Schreib es in die Fußnote.
  • Ein Blatt pro Gruppe, wenn die Krippenkinder eigene Gerichte bekommen. Dupliziere den Plan und ändere die Überschrift („Speiseplan Krippe“) und die Gerichte.

Für Säuglinge unter einem Jahr gilt der DGE-Standard nicht; sie werden individuell verpflegt. Empfehlungen dazu gibt das Netzwerk Gesund ins Leben.

Neue Lebensmittel

Viele Kitas bitten die Familien, neue Lebensmittel zuerst zu Hause zu probieren, um zu sehen, wie das Kind sie verträgt. Ist das bei euch so, ist der Wochenplan das perfekte Werkzeug: Vorab verschickt, sehen die Familien, was kommt, und können Bescheid geben, wenn ihr Kind etwas noch nicht probiert hat. Setz die Erinnerung in die Fußnote oder in die Nachricht, mit der du den Plan schickst.

Allergene: der heikelste Teil

Eine Kita, die Essen ausgibt, hat dieselbe Pflicht wie jede Küche, über die verwendeten Allergene zu informieren: die 14 Hauptallergene nach der LMIV, dazu kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe wie „mit Farbstoff“. Allergien gegen Milch und Eier sind bei kleinen Kindern außerdem häufig.

  • Nummern oder Icons neben jedem Gericht, mit Legende unten. Icons erkennt man auf einen Blick, Nummern brauchen weniger Platz.
  • Prüf zugekaufte Produkte: Joghurt, Kekse, Brot oder fertige Brühe. Ihr Datenblatt zählt, und es ändert sich.
  • Angepasste Pläne auf einem eigenen Blatt, mit der Kostform in der Überschrift: „Speiseplan milchfrei“.
  • Keine Kindernamen auf Blättern, die am Eingang hängen. Eine Allergie ist ein Gesundheitsdatum und nach der DSGVO besonders geschützt: Die Liste gehört in Küche und Gruppenraum, nicht in den Flur.

Für die Küche sorgt eine Allergenliste mit allen Rezepten dafür, dass du dich nicht auf dein Gedächtnis verlassen musst.

Der Nachmittagssnack

Er ist fast so wichtig wie das Mittagessen, besonders für Kinder, die lange bleiben. Je nach Region heißt er auch Vesper. Ändert er sich kaum, kommt er in die Fußnote. Ist er jeden Tag anders, ergänze ihn als vierte Zeile in der Spalte, mit Allergenen, wenn er welche hat: Ein Stück Rührkuchen enthält Gluten, Eier und Milch.

Drucken und verschicken

  • Am Eingang und an jeder Gruppentür: PDF in A4 quer.
  • Für die Kinder: Fotos oder ein Beispielteller neben dem Aushang helfen, damit auch sie den Plan „lesen“ können.
  • An die Familien: das PDF oder ein PNG- bzw. JPG-Bild, über die Kita-App, per E-Mail oder in die Elterngruppe. Du verschickst es; MenuDesign schickt nichts von selbst.
  • Für den Kühlschrank zu Hause: Viele Familien drucken ihn aus. Ein Design mit weißem Hintergrund braucht wenig Tinte.
  • Familien mit anderen Sprachen: MenuDesign kann unter jedem Gericht eine zweite Sprache ergänzen.

Design

Die Vorlage nutzt das Design Memphis mit Pop-Farben und Formen: fröhlich und trotzdem gut lesbar. Libreta, wie von Hand in ein Schulheft geschrieben, ist eine weitere freundliche Option. Egal welches du nimmst: Achte darauf, dass die Schrift gut lesbar bleibt; die Farbe ist Deko, nicht für die Gerichte. Machst du auch eine Kinderkarte fürs Restaurant, gelten dieselben Schreibtipps.

Mit MenuDesign erstellen

Öffne die Vorlage für den Kita-Speiseplan, ändere den Namen der Kita, die Gerichte und den Snack, markiere die Allergene und lade das PDF oder das Bild für die Familien herunter. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert.

Häufige Fragen

Gehört der Nachmittagssnack auf den Speiseplan?

Ja, der DGE-Qualitätsstandard für Kitas empfiehlt, Frühstück und Zwischenmahlzeiten mit aufzuführen. Ist der Snack jeden Tag ähnlich, schreib ihn in die Fußnote: „Nachmittags: Obst, Joghurt oder Brot, je nach Tag“. Wechselt er täglich und schauen die Eltern genau hin, ergänze ihn als weitere Zeile in jeder Spalte: „Snack: Banane“.

Brauche ich einen eigenen Plan für die Krippe?

Wenn die Kleinsten andere Gerichte bekommen, ja: ein eigenes Blatt mit eigener Überschrift, „Speiseplan Krippe“. Ist es dasselbe Essen in anderer Konsistenz, reicht ein Hinweis in der Fußzeile.

Müssen Allergene auf den Kita-Speiseplan?

Die Information muss vorliegen: Eine Kita, die Essen ausgibt, ist Gemeinschaftsverpflegung, und die Allergenregeln der LMIV gelten wie in jeder Küche. Am klarsten für die Eltern ist die Kennzeichnung direkt im Plan, mit Legende.

Wie kommt der Plan zu den Eltern?

Lade das PDF oder ein PNG- bzw. JPG-Bild herunter und schick es über die Kita-App, per E-Mail oder in die Elterngruppe. MenuDesign verschickt nichts für dich; du teilst es selbst.