Speisekarten-Design

Kreative Speisekarte: Farbe und Witz, aber lesbar

Eine Speisekarte, die anders ist, bleibt im Kopf und wird fotografiert. Der Trick: Die ganze Party gehört an die Ränder und in die Kopfzeile, die Gerichte bleiben klar.

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Illustration zum Ratgeber: Kreative Speisekarte: Farbe und Witz, aber lesbar
Beispielkarte im Design MemphisMemphisPop der 80erBeispielkarte im Design TaqueríaTaqueríaPapel picadoBeispielkarte im Design FeriaFeriaAndalusische TupfenBeispielkarte im Design NeónNeónCocktails bei NachtBeispielkarte im Design BloqueBloqueBurgerladenBeispielkarte im Design ChiringuitoChiringuitoStrand und SommerBeispielkarte im Design DinerDinerAmerika, 50er-JahreBeispielkarte im Design SerigrafíaSerigrafíaZwei FarbenBeispielkarte im Design LibretaLibretaHandgeschrieben

Was eine Speisekarte originell macht

Originell ist nicht die Karte mit den meisten Farben, sondern die mit einem Konzept: eine Girlande aus Papel picado, eine Leuchtreklame, eine Seite aus dem Schulheft, ein Diner aus den Fünfzigern. Steht das Konzept, ergibt sich der Rest (Schrift, Farben, Ornamente) fast von selbst.

Schrift. Schriften mit Charakter (fett, wie vom Schildermaler, handgeschrieben, kursiv) gehören zum Namen des Lokals und zu den Überschriften. Für die Gerichte nimmst du eine klare Schrift.

Farbe. Drei oder vier Farben sind hier erlaubt, aber in den Ornamenten: Wimpelketten, Konfetti, Punkte, Streifen. Der Text bleibt in einer dunklen Farbe auf weißem Grund.

Formen. Sticker, Buttons, Etiketten, Kapseln für die Preise. Dinge, die man auf einen Blick erkennt und die auf Fotos gut aussehen.

Die Regel: Party am Rand, klare Gerichte

Alle Designs in diesem Ratgeber folgen derselben Logik: Das Ornament besetzt die Ränder, den Kopf und die Rubrikenüberschriften, der Bereich mit den Gerichten bleibt weiß, mit lesbarer Schrift und sauber ausgerichteten Preisen. So macht die Karte auf den ersten Blick Spaß und liest sich auf den zweiten Blick genauso gut. Wenn du selbst Farbe hinzufügst, dann über die Akzentfarbe, nicht in den Beschreibungen.

Typische Fehler

  • Farbe im Text. Beschreibungen in Pink und Preise in Gelb: Sie gehen unter.
  • Spaßschrift für alles. Eine Schildermaler-Schrift über drei Zeilen Beschreibung ermüdet spätestens in der zweiten Rubrik.
  • Gerichtsnamen, die keiner versteht. „Der Vulkan“ ist in Ordnung, wenn darunter steht, was es ist.
  • Gedruckte dunkle Hintergründe. Ein schwarzer Hintergrund sieht am Bildschirm gut aus, auf Papier verbraucht er viel Tinte.
  • Alles hervorgehoben. Wenn jedes Gericht einen Stern hat, bedeutet kein Stern mehr etwas.

Wie du die Gerichte mit Witz schreibst

Der Witz steckt im Namen, die Beschreibung bleibt wörtlich:

  • „Der Kiezkönig“: doppelter Burger, Cheddar, karamellisierte Zwiebeln und Haussoße.
  • „Omas Eintopf“: Frag, was heute im Topf ist.

Auch die Rubriken dürfen eigene Namen haben, solange klar ist, was drinsteht. Und wenn du viele internationale Gäste hast, prüf, ob ein verspielter Name auch übersetzt noch Sinn ergibt.

Neun Designs, die aus der Reihe tanzen

Memphis: Konfetti aus Dreiecken, Zickzacklinien und Punkten, die Schrift Shrikhand und schräge pinke Blöcke. Für Eisdielen, Waffelläden und Brunch.

Taquería: eine Girlande aus buntem Papel picado, die Schrift Bungee und ein Magenta-Akzent. Für mexikanische Restaurants, Cantinas und Streetfood.

Feria: Volants mit Punkten, ein Fächer über dem Namen und rote Plakatüberschriften. Für Tapasbars und spanische Restaurants.

Neón: dunkler Hintergrund, ein leuchtender Name und ein Rahmen wie eine cyanfarbene Leuchtröhre. Für Cocktailbars und vor allem für Bildschirme und Social Media.

Bloque: gelber Marker, ein Schachbrettstreifen und Überschriften wie Aufkleber. Für Burgerläden und Food Trucks.

Chiringuito: die Schrift Pacifico, eine Sonne in der Ecke und Wellen am Fuß. Für Strandbars und Sommerterrassen.

Diner: Schachbrettmuster, der Name in roter Schreibschrift und die Preise in Kapseln. Für Frühstück, Milchshakes und Burger mit Retro-Augenzwinkern.

Serigrafía: Siebdruck-Look mit zwei Farben, leicht versetztem Passer und Rasterpunkten. Originell, ohne laut zu sein, für Specialty-Coffee-Cafés.

Libreta: eine linierte Heftseite, Washi-Tape und rot eingekreiste Überschriften. Für Cafés und Tagesmenüs mit Charme.

Formate: wo sie glänzen

Originelle Karten werden geteilt. Aus demselben Inhalt entstehen der Post im Format 4:5 und die Story im Format 9:16 für Social Media und der Bildschirm 16:9 für den Fernseher in deinem Lokal; Neón ist genau dafür gemacht. Auf Papier verwandelt das A3-Plakat die Karte in einen Aushang fürs Schaufenster, und DIN A4 bleibt das Format für den Tisch.

Vergleich die Designs mit deinen eigenen Gerichten in der Galerie der Speisekarten-Designs. Wenn du bei den Farben unsicher bist, hilft dir der Ratgeber zu den Farben für die Speisekarte bei der Wahl der Akzentfarbe. Damit alles lesbar bleibt, wirf einen Blick auf Speisekarte gestalten.

Häufige Fragen

Braucht so eine bunte Speisekarte nicht viel Tinte?

Weniger als gedacht: Bei diesen Designs steckt die Farbe in den Ornamenten am Rand und in den Überschriften, der Rest ist weißes Papier. Die Ausnahme ist Neón mit dunklem Hintergrund, das vor allem für Bildschirme gedacht ist.

Kann ich die Farben der Ornamente ändern?

Bei den meisten ja: Sie folgen der Akzentfarbe. Einige bunte Ornamente wie das Papel picado bei Taquería oder das Konfetti bei Memphis haben eine feste Palette, weil sie reine Dekoration sind.

Passt eine witzige Speisekarte zu einem seriösen Restaurant?

Das hängt von deinen Gästen ab. Wenn du einen besonderen Akzent willst, ohne die Förmlichkeit aufzugeben, nimm ein Design mit einer einzigen grafischen Idee und wenig Farbe, etwa Serigrafía oder Libreta.