Nach Betriebsart

Speisekarte für den Döner-Imbiss

Bestellt wird an der Theke, bezahlt wird schnell, und fast immer geht es um drei Entscheidungen: Fleisch, Brot und Soße. Eine Döner-Karte muss alle drei beantworten, bevor jemand fragt.

4 Min. LesezeitVeröffentlicht am

Oder Text einfügen
Illustration zum Ratgeber: Speisekarte für den Döner-Imbiss

Übliche Rubriken

  1. Döner und Dürüm: im Fladenbrot oder im Yufka gerollt, mit Kalb, Rind, Hähnchen oder gemischt.
  2. Falafel und vegetarische Optionen, etwa der Gemüse-Döner.
  3. Teller und Boxen: Döner-Teller mit Reis oder Pommes und Salat; die Döner-Box zum Mitnehmen.
  4. Lahmacun und Pide, wenn du sie anbietest.
  5. Soßen, mit ihren Allergenen.
  6. Beilagen und Desserts: Pommes, Hummus, Baklava.
  7. Getränke: Ayran, Tee, Softdrinks.

Hast du nur wenige Produkte, pack Döner, Dürüm und Falafel in eine Rubrik mit denselben Spalten. So lassen sie sich leichter vergleichen.

Einzeln oder als Menü: zwei Spalten

Das ist die Frage, die jeden Tag an der Theke gestellt wird. Beantworte sie mit zwei Preisspalten und dem Spaltentitel einmal oben in der Rubrik:

Einzeln Menü
Hähnchen-Döner 7,50 10,50
Dürüm gemischt 8,50 11,50
Falafel im Brot 7 10

Beispielpreise in Euro. Darunter ein Hinweis, was im Menü drin ist, und die Extras: „Menü: mit Pommes und Getränk 0,33 l · Extra Fleisch +2,00 · Extra Hirtenkäse +1,00“. Hast du zwei Größen (normal und groß), nimm eine dritte Spalte oder eine eigene Zeile für jede. Die Döner-Box und den Teller führst du am besten als eigene Produkte mit einem Preis.

Bist du dir bei den Preisen unsicher, zeigt der Ratgeber zum Kalkulieren der Preise, wie du sie aus deinen Kosten ableitest.

Fleisch, Brot und Soße

  • Das Fleisch: Kalb, Rind, Hähnchen oder Pute. Nenn es so, wie es im Produktdatenblatt deines Lieferanten steht, denn die Bezeichnung ist in Deutschland genau geregelt. Nach den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse ist „Döner Kebap“ aus Rind-, Kalb- oder Schaffleisch mit höchstens 60 % Hackfleisch; die Geflügelvariante heißt „Hähnchen-“ oder „Puten-Döner“. Enthält der Spieß mehr Hack oder Zutaten wie Paniermehl, Stärke oder Wasser, braucht er einen beschreibenden Namen wie „Drehspieß aus Kalb- und Hähnchenfleisch, mit Paniermehl“. Die Lebensmittelüberwachung prüft das oft.
  • Das Brot: Fladenbrot, Yufka (für den Dürüm), Brötchen. Eine kurze Erklärung hilft allen, die es nicht kennen: „Dürüm: im dünnen Yufka-Fladen gerollt“.
  • Die Soßen: in einer eigenen Rubrik, jede mit ihren Allergenen, und ein Hinweis: „Eine Soße inklusive · Ihre Allergene kommen zu denen des Gerichts dazu“. So musst du nicht jede Kombination in jeder Zeile wiederholen. Die Klassiker sind Kräuter, Knoblauch und scharf.

Türkische Namen (Döner, Dürüm, Lahmacun, Pide, Ayran, Baklava) bleiben, wie sie sind; eine Zeile Beschreibung reicht, damit jeder weiß, was er bestellt. Und schreib dazu, was in den Salat kommt (Weißkohl, Rotkohl, Tomate, Gurke, Zwiebeln): Dann kann der Gast gleich „ohne Zwiebeln“ sagen.

Allergene im Döner-Imbiss

  • Gluten: Fladenbrot, Yufka, Lahmacun, Pide, Bulgur, Baklava; und das Fleisch, wenn der Spieß Mehl oder Paniermehl enthält.
  • Milch: Kräuter- und Joghurtsoße, Hirtenkäse, Ayran, Baklava; und viele Spieße, die in Joghurt mariniert oder mit Milchpulver gemacht sind.
  • Eier: Knoblauchsoße und helle Soßen auf Mayonnaise-Basis.
  • Sesam: Tahini, Hummus und das Fladenbrot mit Sesam.
  • Schalenfrüchte: die Pistazien und Walnüsse im Baklava.
  • Soja und Senf: in manchen Spießen und zugekauften Soßen.

Das Dönerfleisch ist der heikle Teil: Es kommt fast immer fertig, und das Rezept ändert sich von Hersteller zu Hersteller. Lass dir das Produktdatenblatt geben und kennzeichne genau, was darin steht; wechselst du den Lieferanten, prüf die Karte neu. Dazu kommen in Deutschland die Zusatzstoffe: Phosphat im Spieß oder Geschmacksverstärker in der Soße gehören auf die Karte („mit Phosphat“, „mit Geschmacksverstärker“), meist mit Ziffern und Fußnote. Auch die Fritteuse zählt, wenn Falafel und Pommes im selben Fett landen.

Gleich jedes Gericht mit deinen Rezepten und den Datenblättern deiner Lieferanten ab. Mehr im Ratgeber zu Allergenen auf der Speisekarte.

Tipps zum Schreiben

  • Wenige Wörter pro Zeile: Gelesen wird im Stehen, aus ein, zwei Metern Entfernung.
  • Nützliche Labels: scharf bei der Soße, die wirklich scharf ist, vegan bei Falafel und Hummus, wenn sie es sind.
  • Ein oder zwei hervorgehobene Produkte: der Dürüm des Hauses oder dein meistverkauftes Menü.
  • Dasselbe Preisformat überall.
  • Öffnungszeiten in großer Schrift, wenn du bis spät in die Nacht offen hast. Prüf, ob deine Gemeinde eine Sperrzeit festlegt und ob die Zeiten auf deiner Karte dazu passen.

Format und Design

  • Plakat in DIN A3 oder Bildschirm im 16:9-Format hinter der Theke: Bestellt wird mit Blick auf die Wand.
  • DIN A4 auf den Tischen, falls du welche hast.
  • Wickelfalz für den Lieferdienst oder für die Tüte, mit Telefonnummer und Öffnungszeiten auf der Vorderseite.
  • Post oder Story, um Angebote oder ein neues Gericht anzukündigen.

Das Design der Vorlage ist Cartel, mit großer Schrift wie auf einem Plakat. Zoco, mit orientalischem Flair, Bloque, mit fetter Schrift und Gelb, und Mercado, wie eine Tafel auf dem Fischmarkt, passen ebenfalls zum Schnellimbiss. Mehr Beispiele bei den Speisekarten-Vorlagen.

So geht’s in MenuDesign

Öffne die Vorlage für den Döner-Imbiss, pass die Spalten „Einzeln“ und „Menü“ an, füg deine Soßen mit ihren Allergenen hinzu und lade das PDF oder das Bild für deinen Bildschirm herunter. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert, für den Tag, an dem sich die Preise ändern.

Häufige Fragen

Wie zeige ich den Preis für Döner einzeln und als Menü?

Mit zwei Spalten, „Einzeln“ und „Menü“, und einem Hinweis, was im Menü drin ist: „Menü: mit Pommes und Getränk 0,33 l“. Kostet Kalb mehr als Hähnchen, gib ihnen eigene Zeilen.

Welche Allergene stecken meist in einem Döner?

Im Brot Gluten; in der Kräuter- oder Joghurtsoße Milch; in der Knoblauchsoße Eier, wenn sie auf Mayonnaise basiert; in der Falafel mit Hummus oder Tahini Sesam. Das Dönerfleisch ist meist ein fertiges Produkt und kann je nach Hersteller Milch, Ei, Soja, Gluten oder Senf enthalten: Lass dir das Produktdatenblatt geben.

Darf ich „Halal“ auf die Karte schreiben?

Nur wenn es stimmt und du es belegen kannst: In der Regel ist dein Fleischlieferant zertifiziert und kann dir das Zertifikat geben. Hast du es nicht, lass den Hinweis weg.