Typische Rubriken
- Longdrinks: Gin, Rum, Whisky, Wodka, Tequila, mit Preisspalten nach Stufe.
- Cocktails: nur wenige, die sich auch bei viel Betrieb schnell mixen lassen.
- Shots.
- Bier und Wein: Flaschenbier, Bier vom Fass, offene Weine, Prosecco und Sekt.
- Alkoholfrei: Softdrinks, Tonics, alkoholfreies Bier und ein oder zwei alkoholfreie Cocktails.
- Flaschen, wenn du Lounges oder reservierte Tische hast.
- Snacks, falls du welche hast: Nüsse, Chips, Nachos.
Im Nachtbetrieb wird fast alles an der Theke bestellt. Die Karte auf dem Tisch darf vollständiger sein; die an der Wand oder auf dem Bildschirm zeigt nur das Wichtigste.
Longdrinks: Preise nach Stufen
Die ewige Frage: Was kostet ein Gin Tonic? Beantworte sie mit Spalten nach Stufe und der Beschriftung einmal oben in der Rubrik:
| Longdrink (4 cl) | Standard | Premium |
|---|---|---|
| Gin Tonic | 9 | 12 |
| Rum-Cola | 8 | 11 |
| Whisky Ginger Ale | 8 | 11 |
Beispielpreise in Euro. Darunter ein Hinweis, was zu jeder Stufe gehört („Frag an der Theke nach den Marken jeder Stufe“), oder eine kurze Liste der Marken pro Spirituose. Wichtig ist, dass die Gäste wissen, was sie zahlen, bevor sie bestellen: Zwanzig Gins mit zwanzig verschiedenen Preisen kann im Dunkeln niemand lesen.
Extras und Mengen kommen in denselben Hinweis: „4 cl · Doppelt +4 · Premium-Filler +1“. Bist du bei den Margen unsicher, funktioniert der Ratgeber Speisekarte: Preise kalkulieren auch für Getränke, und die Getränkekalkulation gibt dir die Kosten jeder Portion.
Flaschen und Lounges
Verkaufst du Flaschen an Tische, gib ihnen eine eigene Rubrik mit dem Flaschenpreis und dem, was dabei ist: Filler, Eis und für wie viele Personen. „Flasche Premium-Gin · mit sechs Fillern und Eis · 140“. Gibt es für eine Lounge einen Mindestverzehr, gehört er auf die Karte und nicht nur in die Reservierungsbestätigung: Die Gäste müssen den Preis kennen, bevor sie bestellen.
Cocktails: gerade genug
Im Nachtbetrieb läuft die Theke auf Hochtouren. Fünf oder sechs Cocktails, die auch bei größtem Andrang gut gelingen, sind besser als eine lange Liste, die den Betrieb an der Bar ausbremst. Der Name und drei Zutaten reichen: „Mojito – Weißer Rum, Limette, Minze und Soda“. Sind Cocktails dein Ding, hat der Ratgeber zur Cocktailkarte mehr Ideen, und der zur Weinkarte erklärt Wein und Sekt im Glas.
Alkoholfrei, Uhrzeiten und Aktionen
- Alkoholfrei, gut sichtbar: Wer fährt oder nicht trinkt, bestellt auch. Eine eigene Rubrik mit Softdrinks, Tonics, alkoholfreiem Bier und ein paar alkoholfreien Cocktails, mit derselben Sorgfalt gemacht wie der Rest.
- Apfelsaftgesetz: Nach § 6 Gaststättengesetz darf mindestens ein alkoholfreies Getränk, auf den Liter gerechnet, nicht teurer sein als das billigste alkoholische. Kostet dein billigstes Bier 4,50 € für 0,33 l (13,64 € pro Liter), darf zum Beispiel ein Wasser mit 0,25 l höchstens 3,40 € kosten (13,60 € pro Liter). In Österreich müssen es zwei kalte alkoholfreie Getränke sein (§ 112 Gewerbeordnung), und in den meisten Schweizer Kantonen gilt ein ähnlicher „Sirupartikel“.
- Happy Hour: Sie ist in Deutschland nicht verboten. Flatrate-Partys und Angebote, die zum Rauschtrinken einladen, leisten dagegen dem Alkoholmissbrauch Vorschub und können die Gaststättenerlaubnis kosten; Brandenburg verbietet sie ausdrücklich. Frag im Zweifel beim Ordnungsamt nach, bevor du eine Aktion bewirbst.
- Alter: Ein Hinweis unten auf der Karte, etwa „Kein Alkohol unter 16, keine Spirituosen und Longdrinks unter 18“, ist eine nützliche Erinnerung. Den Auszug aus dem Jugendschutzgesetz musst du in Deutschland ohnehin gut sichtbar aushängen.
- Mengen: Bei jedem offenen Getränk steht die Menge auf der Karte: 0,2 l Wein, 0,3 l Bier, 4 cl Schnaps. Die Gläser brauchen einen Füllstrich, und erlaubt sind nur bestimmte Größen, zum Beispiel 2 cl, 4 cl, 0,1 l, 0,2 l, 0,3 l und 0,5 l.
Allergene an der Bar
- Sulfite: Wein, Sekt, Wermut, Cidre und die Cocktails, die sie enthalten.
- Gluten: Bier, außer es ist glutenfrei. Spirituosen aus Getreide wie Whisky, Gin oder Wodka sind nach EU-Recht von der Angabe ausgenommen.
- Milch: Sahnelikör und Cocktails mit Sahne, etwa ein White Russian.
- Eier: Sours und Fizzes mit Eiweiß.
- Schalenfrüchte: Haselnuss- und Mandellikör, Orgeat.
- Fisch und Sellerie: die Bloody Mary, wegen der Worcestershiresauce und des Selleriesalzes.
- Erdnüsse: die Schale mit Nüssen auf der Theke.
Prüf die Etiketten von Sirupen, Likören und gekauften Mixes: Dort verstecken sich die meisten Allergene. Und kennzeichne die Zusatzstoffe mit Fußnoten: Cola und Energydrinks sind „koffeinhaltig“, Tonic und Bitter Lemon „chininhaltig“, Blue Curaçao enthält Farbstoff. Getränke zählen genau wie Gerichte, wie der Ratgeber zu Allergenen auf der Speisekarte erklärt.
Eine Karte für dunkle Räume
- Starker Kontrast: helle Schrift auf dunklem Grund oder umgekehrt; nie Grau auf Grau.
- Große Schrift und wenige Zeilen pro Rubrik.
- Ein 16:9-Bildschirm hinter der Bar: Er ist von Weitem lesbar, und du kannst ihn ändern, ohne zu drucken.
- DIN A5 oder schmale A4 auf den Tischen: Ein halb leeres A4 wirkt verloren.
- Eine Story, um das Programm am Wochenende oder den Drink des Monats anzukündigen.
Das Design der Vorlage ist Neón, mit dunklem Hintergrund, gemacht für Bildschirme und lange Nächte. Auf Papier verbraucht ein dunkler Hintergrund viel Tinte: Zum Drucken haben Déco oder Constructivo Charakter auf hellem Grund. Mehr Beispiele in den Speisekarten-Vorlagen.
In MenuDesign erstellen
Öffne die Vorlage für die Getränkekarte, pass die Stufen und Preise an, markier die Allergene und lade das PDF für die Tische und das 16:9-Bild für den Bildschirm herunter. Kostenlos, ohne Anmeldung und in deinem Browser gespeichert, damit du sie schnell anpassen kannst, wenn sich die Marken ändern.
Häufige Fragen
Soll ich jede Marke einzeln auspreisen oder in Stufen?
In Stufen, mit zwei oder drei Preisspalten („Standard“ und „Premium“ zum Beispiel) und den Marken jeder Stufe in einem Hinweis oder einer kurzen Liste. So wird die Karte keine Lagerliste, und die Gäste wissen, was sie zahlen.
Brauchen Getränke Allergenangaben?
Ja, Getränke zählen auch. Wein, Sekt und Wermut enthalten Sulfite; Bier Gluten; Sahnelikör Milch; Sours mit Eiweiß Eier. Spirituosen aus Getreide wie Gin, Whisky oder Wodka müssen nach EU-Recht kein Gluten angeben. In Deutschland kommen Zusatzstoffe dazu, etwa „koffeinhaltig“ bei Cola und Energydrinks oder „chininhaltig“ bei Tonic.
Was muss auf der Karte zu Mengen und Altersgrenzen stehen?
In Deutschland steht bei jedem offenen Getränk die Menge (0,2 l, 0,3 l, 4 cl), und nach dem Apfelsaftgesetz (§ 6 Gaststättengesetz) darf mindestens ein alkoholfreies Getränk, auf den Liter gerechnet, nicht teurer sein als das billigste alkoholische. Nach dem Jugendschutzgesetz gibt es Bier, Wein und Sekt ab 16, Spirituosen und Longdrinks erst ab 18. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Altersgrenzen und Regeln für alkoholfreie Getränke.