Saisonale Karten

So erstellst du eine Halloween-Karte für deine Bar oder dein Restaurant

Halloween ist kein Galadinner, sondern ein Vorwand zum Spielen. Ein paar gruselig benannte Häppchen, zwei oder drei Cocktails und etwas Süßes aus der Saison reichen, um den Abend des 31. Oktober zu füllen.

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Halloween in Bar und Restaurant

Halloween ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen, vor allem bei jungem Publikum und bei Familien mit Kindern. Du musst dein Lokal nicht in ein Geisterhaus verwandeln: Eine kurze Sonderkarte, ein bisschen Deko und ein paar Cocktails mit Namen reichen.

Es liegt außerdem neben anderen Terminen mit eigenem Essen. Am 31. Oktober ist in neun Bundesländern Reformationstag, in Sachsen mit dem Reformationsbrötchen; am 11. November folgt der Martinstag mit Laternenumzug, Martinsgans und Weckmann, im Rheinland zugleich der Start in die Karnevalssession. In Österreich gehört zu Allerheiligen der Allerheiligenstriezel. Halloween mit diesen Traditionen zu mischen, funktioniert oft besser als ein beliebiges Party-Motto.

Eine kurze Karte mit klaren Namen

Die Regel ist einfach: Der Name darf gruselig sein, die Beschreibung nicht.

  • Wenige Gerichte: fünf oder sechs Häppchen, vier Cocktails und drei oder vier süße Sachen. Es ist eine Karte für einen Abend, nicht für einen Monat.
  • Thema im Namen, wörtliche Beschreibung: „Monsteraugen · Gefüllte Eier mit schwarzer Olive“. Die Leute lachen beim Lesen und wissen, was sie bestellen.
  • Ein Star-Gericht, als Empfehlung markiert, das du in Social Media zeigst.
  • Alkoholfreie Optionen, die genauso viel Spaß machen wie die Cocktails, für Jugendliche und alle, die fahren.

Wenn der Abend familienfreundlich ist, funktioniert ein Halloween-Nachmittag für Kinder und abends die normale Karte vielleicht besser als eine Karte für alle.

Was auf die Karte kommt

  1. Häppchen: Kürbis ist König, als Suppe, auf dem Flammkuchen oder aus dem Ofen. Ergänze ein paar Gerichte, die sich leicht verkleiden lassen: gefüllte Eier, „Mumien-Würstchen“ im Blätterteig oder Chicken Nuggets.
  2. Cocktails der Nacht: kräftige Farben und Namen wie Zaubertränke. Drei mit Alkohol und einer ohne reichen.
  3. Süßes: Liebesäpfel, Kürbiskuchen, ein Schokoladendessert und gebrannte Mandeln in der Tüte.

Jedes Gericht mit seinem Preis, als Endpreis inklusive MwSt. Wenn der Abend Eintritt mit einem Getränk kostet oder eine Party mit Musik ist, schreib es auf die Karte und auf das Plakat an der Tür, mit dem, was enthalten ist. Für Musik auf einer öffentlichen Party brauchst du eine Lizenz der GEMA (in Österreich der AKM, in der Schweiz der SUISA).

Allergene auf der Halloween-Karte

Die Gerichte dieses Abends verstecken mehr Allergene, als man denkt:

  • Kürbiskuchen: Gluten im Teig, Eier und Milch in der Füllung.
  • Liebesäpfel: meist nur Zucker, aber oft rot gefärbt; in Deutschland steht dann „mit Farbstoff“ als Zusatzstoff auf der Karte. In Nüssen gewälzt: Erdnüsse oder Schalenfrüchte.
  • Gebrannte Mandeln: Schalenfrüchte, und oft Spuren anderer Nüsse.
  • Blätterteig und Nuggets: Gluten und, bei Butterblätterteig oder mit Eistreiche, Milch und Eier.
  • Cocktails: Sahnelikör enthält Milch; Sours mit Eiweiß enthalten Eier; Drinks mit Wein oder Wermut Sulfite. Blaue und grüne Liköre enthalten oft Farbstoffe.
  • Gekaufte Deko und Süßigkeiten: Zuckeraugen, Fruchtgummi oder Streusel. Prüf die Etiketten, sie können Hinweise auf Spuren tragen.

Markiere jedes Gericht, auch wenn es nur einen Abend auf der Karte steht: Die Informationspflichten sind dieselben. Das gilt auch für Zusatzstoffe: Geschwärzte Oliven auf den „Monsteraugen“ bekommen ihre Fußnote („geschwärzt“). Mehr dazu in Allergene auf der Speisekarte.

Wann du es vorbereitest

Halloween ist ein leichter Termin: Es braucht nicht die sechs Wochen von Silvester.

  • Anfang Oktober: Karte und Preise fertig, Deko bestellt.
  • Mitte Oktober: Plakat an der Tür und Posts in Social Media.
  • In der Woche davor: Kürbisse, Äpfel und Süßigkeiten kaufen.

Im Oktober buchen Firmen auch ihre Weihnachtsfeiern, und gleich danach beginnt die Gänsesaison. Die übrigen Termine findest du im Gastro-Kalender.

Design und Formate

Eine Halloween-Karte verlangt nach einem dunklen Hintergrund. Das Design Neón, gemacht für die Nacht, schafft das ohne Totenköpfe. Wenn dein Publikum familienfreundlich ist, ist Memphis poppiger und fröhlicher; wenn du Rot und Schwarz magst, probier Constructivo. Formate, die funktionieren:

  • DIN A4 oder A5 auf den Tischen, neben deiner normalen Karte.
  • Plakat in DIN A3 an der Tür oder im Fenster.
  • Story und Post, um es in Social Media zu zeigen.
  • Bildschirm 16:9, wenn du einen Fernseher hinter der Theke hast. Wie das geht, erklären wir in der digitalen Speisekarte für den Bildschirm.

Wenn du das ganze Jahr über eine Cocktailbar führst, findest du Ideen in der Cocktailkarte.

Mit MenuDesign erstellen

Öffne die Halloween-Vorlage, ändere Gerichte, Namen und Preise, markiere die Allergene und lade das PDF und das Bild für Social Media herunter. Mehr Designs findest du in den Speisekarten-Vorlagen. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Häufige Fragen

Wann ist Halloween?

Immer am 31. Oktober. 2026 fällt es auf einen Samstag, 2027 auf einen Sonntag, deshalb verlegen 2027 viele ihre Party auf Samstag, den 30. Oktober. Am 1. November ist Allerheiligen, in fünf Bundesländern und in Österreich ein Feiertag. In Deutschland gilt er dort als stiller Tag: In Bayern etwa sind öffentliche Tanzveranstaltungen ab 2 Uhr nachts verboten.

Festes Menü oder Sonderkarte?

Für die meisten Bars funktioniert eine kurze Karte mit Einzelpreisen besser: Die Leute kommen auf einen Drink, nicht für ein langes Abendessen. Wenn du ein Themen-Dinner mit Reservierung veranstaltest, dann ja, ein festes Menü zum Festpreis.

Darf ich den Gerichten Spaßnamen geben?

Ja, aber die Gäste müssen wissen, was sie bekommen. Schreib unter den Namen eine klare Beschreibung dessen, was drin ist, und markiere die Allergene, genau wie auf deiner normalen Karte.

Zählen Maronen als Schalenfrüchte?

Nicht als kennzeichnungspflichtiges Allergen. In der EU und in der Schweiz gelten als Schalenfrüchte Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien und Macadamianüsse. Wenn du Maronen neben anderen Nüssen röstest, weise trotzdem auf mögliche Spuren hin.