Nach Betriebsart

So schreibst du eine Cocktailkarte

Wenige Rezepte, gut beschrieben und mit klarem Preis. Den Rest erledigt die Bar.

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Illustration zum Ratgeber: So schreibst du eine Cocktailkarte

Rubriken, die funktionieren

Eine einfache Gliederung, die zu fast jeder Bar passt:

  1. Hauskreationen oder Signature-Drinks: deine eigenen Kreationen, die Drinks, mit denen du dich abhebst. Am besten ganz oben.
  2. Klassiker: die, die jede gute Bar gut machen sollte.
  3. Alkoholfrei: mit derselben Sorgfalt gemacht wie der Rest.
  4. Longdrinks: Gin Tonic und Highballs, wenn du eine große Auswahl an Spirituosen hast.
  5. Spritz und Aperitifs: Aperol Spritz, Hugo, Lillet Wildberry, wenn sie zu deinen Öffnungszeiten passen.

Fünf Rubriken sind genug. Werden es mehr, ist die Karte wahrscheinlich zu lang.

Klassiker: nicht zu viel erklären

Der Name und drei Zutaten reichen:

  • Negroni – Gin, roter Wermut, Campari
  • Daiquiri – Weißer Rum, Limette, Zucker
  • Old Fashioned – Bourbon, Zucker, Angostura

Keine Geschichte, keine Adjektive. Wer einen Negroni bestellt, weiß, was er will.

Signature-Drinks: Der Name reicht nicht

Ein Hauscocktail mit kreativem Namen sagt dem Gast allein nichts. Ergänze:

  • Drei oder vier Schlüsselzutaten, die den Geschmack bestimmen.
  • Das Profil in wenigen Worten: zitrisch, bitter, süß, rauchig, kräutrig, erfrischend.
  • Etwas zum Servieren, wenn es besonders ist: in der gekühlten Coupette, auf Räuchereis, zum Teilen.

Schrebergarten – Gin, grüne Tomate, Basilikum, Tonic. Frisch und kräutrig.

Heb ein oder zwei Signature-Drinks hervor: die, die dich am besten zeigen und dir die beste Marge bringen.

Alkoholfrei, aber ernst gemeint

Immer mehr Gäste fragen nach alkoholfreien Drinks: Fahrer, Schwangere, Menschen, die keinen Alkohol trinken, und alle, die einfach einen ruhigeren Abend wollen. Gib ihnen:

  • Eine eigene Rubrik, gut sichtbar, nicht eine versteckte Zeile ganz unten.
  • Echte Rezepte, nicht Saft auf Eis: Haussirupe, Zitrusfrüchte, Gewürze, gute Tonics, alkoholfreie Spirituosen.
  • Einen Preis, der zur Arbeit passt, die darin steckt. Das Apfelsaftgesetz (§ 6 Gaststättengesetz) betrifft nur ein alkoholfreies Getränk, meist Wasser oder Saft, nicht deine Cocktails.

Preise

  • Ein Preis pro Cocktail, ohne Währungszeichen in jeder Zeile.
  • Longdrinks in Stufen: Nimm Preisspalten (zum Beispiel „Standard“ und „Premium“), statt jede Marke mit eigenem Preis aufzulisten.
  • Zum Teilen (Karaffen, Bowlen): eine eigene Spalte oder der Preis in der Beschreibung.

In Deutschland gibt es kein Pflichtmaß für Spirituosen wie in Großbritannien; üblich sind 2 cl und 4 cl, und die Menge gehört auf die Karte („Gin Tonic, 4 cl“). Pure Spirituosen und Longdrinks aus zwei Getränken fallen unter das Eichrecht, also brauchst du Gläser oder Messbecher mit Füllstrich. Cocktails, die direkt vor dem Servieren aus mehr als zwei Getränken gemixt werden, sind davon ausgenommen. In Österreich und der Schweiz sind 2 cl und 4 cl ebenfalls üblich. Was jeder Drink kosten sollte, rechnet dir die Getränkekalkulation aus.

Allergene hinter der Bar

Viele alltägliche Zutaten an der Bar enthalten Allergene, die man nicht sofort sieht:

Zutat Allergen
Eiweiß (Sours, Fizzes) Eier
Orgeat oder Mandelsirup Schalenfrüchte
Sahne, Milch, Sahnelikör Milch
Worcestershiresauce (Bloody Mary) Fisch; je nach Marke auch Gluten
Selleriesalz Sellerie
Wein, Wermut, Sekt, Cidre Sulfite
Bier Gluten

Prüf auch die Garnituren (Ränder mit gehackten Nüssen oder Sesam) und die Etiketten von gekauften Sirupen und Likören. Getränke zählen genau wie Gerichte: Die Allergeninformation muss für den Gast verfügbar sein. In Deutschland kommen die Zusatzstoffe dazu: Blue Curaçao und Cocktailkirschen enthalten meist Farbstoffe, Tonic Water und Bitter Lemon sind „chininhaltig“, Energydrinks „koffeinhaltig“. Sie stehen als Fußnoten auf der Karte, wie die Allergene.

Design: Nacht und Bildschirme

Cocktailkarten brauchen Charakter. Das Design Neón mit dunklem Hintergrund sieht auf Bildschirmen toll aus: auf dem Fernseher hinter der Bar (16:9) oder in Instagram-Storys. Auf Papier verbrauchen dunkle Hintergründe viel Tinte; zum Drucken wirken Déco oder Milano auf hellem Hintergrund elegant.

Eine Cocktailkarte ist meist kurz: Ein DIN A5 oder eine schmale A4 wirkt hochwertiger als ein halb leeres A4.

In MenuDesign erstellen

Die Vorlage für die Cocktailkarte hat Rubriken für Klassiker, Signature-Drinks und alkoholfreie Drinks im Design Neón. Tipp deine Karte ab oder fotografier sie, markier die Allergene, wähl ein Format und lade das PDF oder das Bild für deinen Bildschirm herunter. Kostenlos, ohne Konto.

Häufige Fragen

Wie viele Cocktails gehören auf die Karte?

So viele, wie dein Team im stärksten Moment der Nacht gut und schnell machen kann. Eine kurze Karte, die gut umgesetzt wird, verkauft mehr als eine lange, die die Bar verstopft.

Brauchen klassische Cocktails eine Beschreibung?

Der Name und drei Hauptzutaten reichen. Wer sie kennt, braucht nicht mehr, und wer sie nicht kennt, hat genug, um sich zu entscheiden.

Muss ich bei Cocktails Allergene angeben?

Ja. Getränke zählen nach der LMIV genauso wie Speisen. Eiweiß, Orgeat (Mandeln), Sahne, Selleriesalz und Sulfite tauchen hinter der Bar ständig auf. In Deutschland kommen die Zusatzstoffe dazu: Blue Curaçao oder Cocktailkirschen enthalten meist Farbstoffe, Tonic Water ist chininhaltig.

Wie zeige ich die Cocktailkarte auf einem Bildschirm?

MenuDesign exportiert die Karte als 16:9-Bild für den Fernseher hinter der Bar oder als Story für Social Media. Das Design Neón ist dafür gemacht, auf Bildschirmen gut auszusehen.