Eine Farbe, viel Charakter
Riviera arbeitet mit einer einzigen Farbe: dasselbe Blau für den Namen des Lokals, die Gerichte, die Preise und die Ornamente. Es gibt keine zweite Farbe und kein Grau; die Hierarchie entsteht durch Strichstärke und Größe. Der Name ist riesig und kleingeschrieben, in Outfit, einer geometrischen Schrift mit runden Formen. Die Gerichte stehen fett, die Beschreibungen normal und etwas kleiner.
Die Rubriktitel sind gefüllte Kapseln mit weiß ausgesparter Schrift. Sie sind die einzigen vollfarbigen Flächen auf der Seite und funktionieren wie Registerreiter: Das Auge springt von einer zur nächsten, ohne etwas anderes zu lesen. Ein hervorgehobenes Gericht sitzt auf einer stark aufgehellten Variante desselben Blaus.
Für welche Karte es passt
Das ist ein Design für Bars und moderne Gastropubs: kurze Rubriken, Gerichte mit schlichten Namen und klare Preise. Die Preise stehen rechtsbündig, fett und ohne Punktlinien, damit man sie schnell findet, ohne dass sie die Seite dominieren. Die Spalten für Glas und Flasche auf einer Weinkarte stehen unter ihren Überschriften. Auch eine Karte mit dreißig oder vierzig Gerichten auf zwei Spalten wirkt noch aufgeräumt, weil sich die Schriftgröße von selbst an die Seite anpasst.
Der Ton ist locker. Wenn deine Küche nach weißen Tischdecken und Service ohne Eile verlangt, fehlt den Kleinbuchstaben vielleicht etwas Feierlichkeit; dann schau dir Sobremesa oder Brasserie an.
Formate, in denen es am besten wirkt
- DIN A4 in zwei Spalten: das Original-Layout, für eine Kartenhülle oder ein Klemmbrett.
- Plakat in DIN A3: Die Kapseln fallen quer durch den Raum auf; gut für die Wand hinter der Theke.
- Tagesmenü auf DIN A5 oder als Social-Media-Post: alles zentriert, die Gerichte unter ihren Kapseln und der Preis groß unten.
Weil alles von einer Farbe abhängt, verändert ein Farbwechsel die ganze Karte: In Flaschengrün oder Bordeaux wirkt es wie ein anderes Lokal.
Tipps, um das Beste herauszuholen
- Wähl eine Schriftfarbe mit Kraft (Kobaltblau, Flaschengrün, Bordeaux): Mit nur einer Farbe ist die Farbe deine Identität.
- Vermeide helle Farben wie Gelb oder Zartrosa: Die dünnen Beschreibungen in Kleinbuchstaben werden schwer lesbar.
- Heb höchstens ein Gericht pro Rubrik hervor: Der hellblaue Hintergrund hinter einem hervorgehobenen Gericht wirkt umso besser, je seltener du ihn nutzt.
- Das Design setzt alles klein, auch den Namen deines Lokals. Wenn deine Marke immer in Großbuchstaben erscheint, schau dir Cartel oder Barra an.
Farben, Schriften, Spalten und Format änderst du im Editor, ohne dass das Design verloren geht. Es funktioniert in DIN A4, schmaler A4, A5 und A3, als Heft, als Wickelfalz und als Bild für Social Media.

